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Auf Plastikflaschen über den Pazifik

28. Juli 2010

Ein aus Plastikflaschen gebautes Schiff hat in vier Monaten den Pazifik überquert. Die "Plastiki" und ihre Crew legte wohlbehalten im australischen Hafen Sydney an. Das Schiff war am 20. März in San Franzisco in den USA gestartet. An Bord waren sechs Umweltschützer, fünf Männer und eine Frau.

Die Plastiki ist aus 12.500 gebrauchten Plastikflaschen gebaut. Sie wurden mit einem umweltfreundlichen Kleber aus Zucker und Cashew-Nüssen zusammengefügt. Während der Reise erzeugte die Crew Strom aus Solarzellen, Windturbinen und mit Generatoren, die von Fahrrädern betrieben wurden.

Sinn der Reise war es, auf die Gefahren aufmerksam zu machen, die von Plastikmüll ausgehen. Im Pazifik gibt es riesige Müllhalden, auf denen sich weggeworfenes Plastik ablagert. Es gerät ins Meer, sinkt dort auf den Boden - und zersetzt sich frühestens in 450 Jahren. Die Fläche der Müllhalde im Pazifik soll mindestens so groß sein wie ganz Deutschland.

Die Umweltschützer berichteten, dass sie selbst 1000 Seemeilen vor der Küste beim Tauchen Plastikstückchen im Wasser gesehen haben. Sie fordern, dass Plastikbecher, Plastiktüten, Kaffeebecher und ähnliches sofort verboten werden sollen. Nur so seien die Meere zu retten.

Jugendlicher Dieb in den USA gefasst

23. Juli 2010

Der meistgesuchte Teenager der USA wurde gefasst. Der 19-jährige Colton aus dem Bundesstaat Washington soll 60 Diebstähle begangen haben. Nun wurde er auf den Bahamas von der Polizei festgenommen. Er war auf einem Motorboot geflüchtet und hatte sich festgefahren.

Die Liste von Coltons Verbrechen ist lang: Er ist in Häuser eingebrochen, hat Kreditkarten gestohlen, Autos und Boote entwendet. Außerdem soll er fünf Sportflugzeuge geklaut und dann zu Schrott geflogen haben. Seit 2008 war Colton auf der Flucht. Damals war er aus dem Jugendgefängnis geflohen. Um Colton hatte sich in letzter Zeit ein ziemlicher Rummel entwickelt. Menschen in seiner Heimat haben einen Fanclub gegründet. Hollywood will seine Geschichte sogar verfilmen. Dabei ist die Geschichte des Jungen eigentlich sehr traurig.

Colton wuchs bei seiner alkoholkranken Mutter auf. Schon früh fing er an, Lebensmittel zu stehlen, wenn es zuhause nichts zu essen gab. Bald klaute er auch andere Dinge. Mit 15 war er schon neunmal verhaftet worden. Dann musste er in den Jugendknast, aus dem er nach einem Jahr ausbrach. Nun drohen ihm bis zu zehn Jahre Haft.

Golf von Mexiko: Bohrloch derzeit dicht

18. Juli 2010

Monate nach der Explosion einer Ölplattform im Golf von Mexiko fließt erstmals kein Öl mehr ins Meer. Die Ölquelle unter Wasser scheint zunächst erfolgreich abgedichtet zu sein. Ob die Maßnahme hält, bleibt abzuwarten.

Der Konzern BP, dem die Plattform gehört, gibt sich optimistisch. Der Auffangzylinder auf dem Bohrloch sei stabil, sagte ein Manager. Die amerikanische Regierung dagegen ist skeptisch, ob die derzeitige Lösung hält.

Ingenieure prüfen alle sechs Stunden den Druck in dem Bohrloch. Kletternde Werte bedeuten, dass die Abdichtung funktioniert. Auch durch Kameraaufnahmen von Unterwasserrobotern wird das Bohrloch ständig beobachtet.

Die BP-Bohrinsel "Deepwater Horizon" war im April nach einer Explosion gesunken. Wie viele Millionen Barrel Öl bisher ins Meer geströmt sind, ist unklar.

Klar ist dagegen, dass die Ölkatastrophe verheerende Folgen für die Umwelt hat. Tanker versuchen nun, das ölverschmutzte Wasser aufzusaugen und zu reinigen. Doch dabei gibt es große Schwierigkeiten.

Jugendlicher muss 23 Jahre in Haft

10. Juli 2010

In Großbritannien ist ein 15-Jähriger zu 23 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Ein Gericht in London befand Akmol M. des doppelten Mordes und dreifachen versuchten Mordes für schuldig. Der Junge soll aus Rache das Haus seiner Ex-Freundin angezündet haben. Zwei Menschen starben bei dem Brandanschlag.

Sein sechs Jahre älterer Cousin wurde zu einer 21-jährigen Haftstrafe verurteilt. Beide Jugendlichen bestritten die Tat. Das Gericht glaubte jedoch den Aufnahmen einer Überwachungskamera. Sie belegten, dass beide Jungen in der Tatnacht vor Ort waren.

Akmol M. hatte die Familie außerdem bedroht und im Internet nach Brandanschlägen auf Häuser recherchiert. Der zur Tatzeit 14-jährige Akmol war wütend auf die Familie, weil seine Freundin mit ihm Schluss gemacht hatte. Bei dem Anschlag starben die 15-jährige Maleha und ihre 21-jährige Schwester Nabiha. Die Mutter und zwei Brüder wurden verletzt.

In England gelten Kinder ab dem 10. Lebensjahr als strafmündig. Das bedeutet, dass sie derart hart bestraft werden können. In Deutschland sind Kinder erst ab 14 Jahren strafmündig.

Zugunglück in Spanien

24. Juni 2010

In der letzten Nacht ereignete sich in Spanien ein tragisches Zugunglück. In der Nähe von Barcelona raste ein Schnellzug in eine Gruppe Jugendlicher. Zwölf Jugendliche kamen dabei ums Leben. Mindestens 13 weitere wurden verletzt.

Die Gruppe war unterwegs zu einer Feier am Strand. Sie war mit dem Zug am Bahnhof angekommen und wollte auf schnellstem Wege zur Feier gelangen. Deswegen nahmen die Jugendlichen eine Abkürzung: Sie überquerten die Gleise direkt, anstatt eine sichere Unterführung zu benutzen.

Ein Überlebender des Unglücks sagte, die Unterführung sei nicht beleuchtet gewesen. Deshalb hätten die Jugendlichen sie nicht sehen können. Andere sagen, der Tunnel sei überfüllt gewesen und deshalb seien die Jugendlichen direkt über die Schienen gelaufen.

Der Fahrer des durchfahrenden Schnellzuges konnte nicht mehr bremsen. Die vielen Augenzeugen stehen unter Schock. Die Strecke und der Bahnhof wurden gesperrt.

Reichtum für Afghanistan?

16. Juni 2010

Am Montag haben US-amerikanische Geologen in Afghanistan Bodenschätze entdeckt. Mit Hilfe von alten Landkarten haben Spezialflugzeuge die Rohstoffe gesucht. Sie haben Kupfer, Lithium, Eisen, Gold und Kobalt gefunden. Der Wert der Stoffe wird von den Amerikanern auf fast eine Billion (1.000.000.000.000) Dollar geschätzt.

Die Rohstoffe gab es natürlich schon immer in Afghanistan. Aber weil im Land seit Jahrzehnten Bürgerkriege herrschen, konnte niemand an die Rohstoffe heran. Nun hoffen viele Afghanen, dass der Fund der afghanischen Wirtschaft auf die Beine hilft. Ob dies allerdings schnell geschehen kann, ist fraglich.

Die Mengen sind so groß, dass Afghanistan zu einem der größten Anbieter für einige der Rohstoffe werden könnte. Vor allem vom Lithium gibt es viel, wahrscheinlich mehr als in jedem anderen Land der Welt. Lithium ist der Stoff, der in wiederaufladbaren Batterien und Akkus benutzt wird, also zum Beispiel bei Handys.

Allerdings gibt es ein großes Problem: Die Gebiete sind sehr bergig, es gibt wenig gut ausgebaute Straßen. Außerdem gibt es nicht genug Werkzeuge und andere Industrie in Afghanistan, um die Rohstoffe aus dem Boden zu holen. Der Krieg ist auch noch nicht vorbei. Deshalb könnte es Jahrzehnte dauern, bis die Afghanen die Bodenschätze gefördert haben.

Streiks in Südafrika

16. Juni 2010

In Südafrika sind die Mitarbeiter einer privaten Sicherheitsfirma in den Streik getreten. Sie haben ihre Arbeit niedergelegt. Dazu gehört unter anderem, die WM-Stadien zu sichern. Die Angestellten protestieren dagegen, dass sie viel weniger Geld ausgezahlt bekommen als ihnen versprochen worden war.

Die Angestellten bekommen pro Tag nur umgerechnet 15 Euro für ihre Arbeit. Laut Absprachen stünde ihnen mehr als das doppelte zu. Nun hoffen die Sicherheitsmänner, dass ihre Arbeit während der Weltmeisterschaft so wichtig ist, dass ihr Arbeitgeber schnell einlenkt und höhere Löhne bezahlt.

Die Proteste begannen nach dem ersten Deutschlandspiel. Die Spiele, die danach ausgetragen wurden, mussten von der Polizei gesichert werden. Die Polizei hat aber gar nicht genug Leute für diese Aufgabe. Sie muss sich im ganzen Land um die Sicherheit von Spielern und Fans kümmern. Deshalb wurden in den Stadien Polizeischüler eingesetzt.

Auch andere Berufsgruppen nutzen die Weltmeisterschaft, um auf ihre Forderungen aufmerksam zu machen. So protestierten die Busfahrer und weigerten sich, regelmäßig zu fahren. Auch die Angestellten des Energiekonzerns drohen mit Streik. Sie fordern eine bessere Bezahlung. Wenn ihre Forderung nicht erfüllt wird, könnte sonst der Strom ausfallen.

16-Jährige Weltumseglerin gerettet

14. Juni 2010

Die 16-jährige Abby Sunderland ist sie aus Seenot gerettet worden und gerade noch mal mit dem Leben davongekommen. Abby war mit ihrer Segelyacht "Wild Eyes" mehr als 3000 Kilometer von der nächsten Küste entfernt in einen schweren Sturm geraten. Sie wollte als jüngste Seglerin die Welt umrunden und damit einen neuen Weltrekord aufstellen.

Durch den Sturm trieb sie allein mit einem kaputten Boot in meterhohen Wellen mitten im Indischen Ozean. Der Funkkontakt war abgebrochen. Drei große Schiffe und mehrere Flugzeuge beteiligten sich an der Suche nach der jungen Seglerin. Gerettet wurde sie schließlich durch die Besatzung eines französischen Fischerboots.

Kaum war Abby in Sicherheit, kündigte sie einen neuen Versuch an. Die Schülerin stammt aus einer Seglerfamilie und hatte die Unterstützung ihrer Eltern für das Abenteuer. Die Eltern werden scharf kritisiert, dass sie ihrer Tochter den Segeltörn überhaupt erlaubt haben. Seit Jahren versuchen immer jüngere Teenager, die Welt zu umsegeln und damit einen neuen Weltrekord aufzustellen.

Abby selbst wehrt sich gegen Kritik, sie sei zu jung für ein so gefährliches Abenteuer. Sie sei einfach in einen Sturm geraten und das gehöre dazu, wenn man um die Welt segelt, sagte Abby. Die Kosten für die Rettungsaktion bleiben Familie Sunderland übrigens erspart. Australien, das die Schiffe und Flugzeuge losschickte, will keine Rechnung präsentieren.