Formi bloggt

Formis Blog-Eintrag vom 23. Februar 2016:

2016: Ein Schaltjahr

Hallo zusammen!
Das Jahr 2016 ist ein ganz besonderes Jahr: Ein Schaltjahr. Halt, da muss ich mich mal einschalten. Denn das haben wir nur alle vier Jahre, also lohnt sich doch ein Blog-Eintrag dazu, oder?

Und dieser Eintrag gehört in den Monat Februar, denn der Februar ist der Monat in einem Schaltjahr, der einen Tag mehr hat. Normalerweise hat der Februar 28 Tage. In einem Schaltjahr wie 2012 dagegen hat er 29 Tage. Das ist kein Witz, sondern wirklich so fest gelegt. Ein "Gemeinjahr" hat 365 Tage, aber alle vier Jahre sind es 366. Der Tag wird extra "geschaltet", daher auch der Name "SCHALTjahr". Damit gleicht man aus, damit die Kalender wieder stimmen.

Warum? Wieso? Weshalb?

Ewiger Kalender
Ewiger Kalender nach Julius Cäsar (Quelle: Wikimedia.de)

Um das Ganze zu verstehen, müsst ihr wissen, dass die Menschen schon seit Tausenden von Jahren versuchen mit Hilfe von Kalendern die Zeit zu ordnen. Dabei richtet man sich nach der Natur: Unsere Erde kreist um die Sonne. Eine "Rundreise" um die Sonne dauert ein Jahr. Nun ist dies kein ganz glattes Jahr, sondern es sind 365 Tage, 5 Stunden, 48 Minuten und 46 Sekunden.

Wenn die 5 Stunden, 48 Minuten und 46 Sekunden jedes Jahr anfallen, so ergibt sich in vier Jahren ungefähr ein ganzer Tag Zeit. Rechne doch mal vier Mal die Zeit zusammen! Damit sich im Laufe der Jahre die Kalenderzählung nicht vollends verschiebt, hat man die Schaltjahre eingeführt. Mit dem einen zusätzlichen Tag im Februar gleicht man die Zeit dann wieder aus.

Schon Julius Cäsar kam auf die Idee, allerdings war seine Rechnung noch nicht ganz ausgefeilt. Und auch Papst Gregor, dem wir den so genannten "Gregorianischen Kalender" zu verdanken haben, tüftelte an dem Problem. Auch er wusste schon damals, dass ein Sonnenjahr 365 und 1/4 Tage hat und rechnete die zusätzlichen vier 1/4 Tage zusammen und legte fest, dass daher alle vier Jahre ein zusätzlicher Tag in den Kalender zu schieben sei. Und das ist der 29. Februar. So war die Kalender-Ordnung wieder hergestellt.

Solarsystem
Die Erde dreht sich um die Sonne (Quelle: Wikimedia)

Heute weiß man es noch genauer, denn ganz exakt sind es ja auch nicht 1/4 Tage. Man guckt auf die Sekunde genau - und daraus ergibt sich folgende Regel für Schaltjahre, damit auch in Tausend Jahren der Kalender noch stimmt:

  • Alle vier Jahre gibt es ein Schaltjahr, dann hat der Februar einen zusätzlichen Tag, den 29.
  • Aber alle durch 100 teilbaren Schaltjahre sind davon ausgenommen. Alle 100 Jahre hat der Februar dann auch im Schaltjahr nur 28 Tage. So spart man in 100 Jahren 24 Stunden, die sonst die Kalender wieder durcheinander würfeln würden.
  • Da wir zum Ausgleich nicht 24, sondern nur rund 18 Stunden brauchen, hat man eine weitere Regel eingeführt: Alle durch 100 teilbaren Schaltjahre, die außerdem durch 400 teilbar sind, bleiben Schaltjahre!

Ganz schön kompliziert, oder? Vielleicht reicht es auch sich zu merken, dass einfach fast immer alle vier Jahre ein Schaltjahr ist. Wink

Möchtet ihr noch wissen, warum wir ein Jahr in 12 Monate einteilen? Das hängt mit den Mond-Zyklen zusammen. Von einem Vollmond zum nächsten dauert es etwa einen Monat. Warum manche Monate 30 und andere 31 Tage haben - das erkläre ich ein anderes Mal, damit eure Köpfe nicht zu sehr rauchen.

Geburtstag am 29. Februar?

Stell dir vor, du wärst in einem Schaltjahr am 29. Februar geboren. Dann könntest du streng genommen nur alle vier Jahre deinen Geburtstag feiern. Kennst du jemanden, der am 29.2. Geburtstag hat? Was meinst du, wie sich das anfühlt - und was würdest du tun? Was machen Kinder, die am 29.2. Geburtstag haben wohl?

Nun muss ich weiter schalten und walten,
bis zum nächsten Mal

Eure Formi

 


 
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