Formi bloggt

Formis Blog-Eintrag vom 28. Oktober 2010:

Halloween

Happy Halloween!

Am 1. November ist Allerheiligen, im Englischen auch „All Hallows“ genannt. Und der Abend davor, also der 31. Oktober, ist der All Hallows Even – oder kurz: HALLOWEEN!

zwei keltische DruidenWoher die Tradition kommt, dieses fröhlich schaurige Fest zu feiern, ist ungewiss. Schon vor über 2.000 Jahren feierten die Kelten zu dieser Zeit den Winteranfang und den – nach ihrem Kalender - letzten Tag des Jahres. Sie waren überzeugt, dass in dieser Nacht die Seelen der Verstorbenen zur Erde zurückkamen. Die guten Geister wurden von ihren Familien in die Häuser eingeladen, aber die bösen Geister fanden keine Ruhe und irrten als Hexen oder in Tiergestalt durch die Nacht. Um sie zu vertreiben, wurden Feuer entfacht und ordentlich Krach gemacht.
Als die Römer die keltischen Gebiete besetzten, vermischten sich deren Feste und Traditionen. Aus dem Winteranfangsfest der Kelten wurde zunächst ein Fest zu Ehren der römischen Göttin der Bäume und der Früchte.


Friedhof in Irland mit einem versteckten GespenstSeit dem Jahr 835 feiern die Christen zu Ehren all ihrer Gläubigen, Märtyrer und Heiligen am 1. November „Allerheiligen“. Doch insbesondere in Irland hielten die Nachfahren der Kelten an ihren Traditionen fest und feierten weiterhin am 31. Oktober den „All Hallows Even“.
Als viele Iren im 19. Jahrhundert nach Amerika auswanderten, nahmen sie ihr Halloween mit in die neue Heimat und feierten auch in Amerika am 31. Oktober die Nacht der Geister und Gespenster. Dort hat sich das Fest weiterentwickelt: Die Kinder verkleiden sich und ziehen als Gespenster, Hexen oder Skelette abends durch die Nachbarschaft, klingeln an den Häusern und verlangen nach Süßigkeiten oder spielen kleine Streiche (in Deutschland: „Süßes oder Saures“, im Englischen: „trick or treat“).

Jack O'Lantern

Kürbis mit FratzeIn Irland, dem Heimatland des Halloweenfests, lebte der Sage nach der Hufschmied Jack Oldfield. An Halloween saß er in der Kneipe als plötzlich der Teufel kam, um ihn zu holen. Für einen letzten Drink bot Jack ihm seine Seele an. Der Teufel ging auf diesen Pakt ein, hatte aber kein Geld dabei, um das Getränk zu bezahlen. Deshalb verwandelte er sich selbst in eine Münze, mit der Jack bezahlen sollte. Jack aber steckte die Münze schnell zu seinem Kreuz in die Tasche: Er hatte den Teufel gefangen. Gegen das Versprechen, seine Seele nicht zu holen, ließ Jack den Teufel wieder frei.
Als Jack viele Jahre später verstarb, bat er im Himmel um Einlass. Da er aber ein gewiefter Gauner und Trunkenbold war, wurde er nicht hinein gelassen. Auch der Teufel nahm Jack nicht bei sich auf, da er ihm ja versprochen hatte, seine Seele nicht zu holen. Doch er gab ihm ein Stück glühende Kohle mit auf den Weg. Diese steckte Jack in eine ausgehöhlte Rübe und wandert seitdem als ruheloser Geist an Allerheiligen durch die Nacht. Deshalb wird er auch „Jack O'Lantern“ (Jack mit der Laterne) genannt. In Amerika hat man statt der Rübe für die Laternen an Halloween einen Kürbis verwendet. Heute sieht man überall die gruselig leuchtenden Halloween-Kürbisse. Jack O`Lantern lässt grüßen!

Rüsselkäfer Elfried und KürbisHalloweeniges in Kidsville


 
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