Formi bloggt

Formis Blog-Eintrag vom 19. Mai 2010:

Post aus einem Zoo in Holland

Liebe Tierfreunde,
ich habe einen Brief aus Holland bekommen! Genauer gesagt aus dem Emmener Zoo, denn dort ist vor einiger Zeit Nachwuchs angekommen. Der Zoodirektor möchte euch dazu ein bisschen was erzählen. Lest doch mal rein!

Eure Formi

Wenn Tiere Eltern werden - Schwangerschaft und Geburt im Zoo Emmen

Der Frühling ist da. Was für uns Menschen wohlig-warme Frühlingsgefühle und den ersten Sonnenbrand bedeutet, hat in der Tierwelt weitreichendere Folgen: reichlich Nachwuchs. Der Zoo Emmen begrüßt die Frühjahrssaison mit einigen niedlichen Neuzugängen...  

Zwei Pinguine mit EiTrompetende Pinguine

Einmal im Jahr wird es im Pinguingehege richtig laut. Dann beziehen die sich auf Lebenszeit treuen Pinguinpärchen ihre Bruthöhlen. Dabei stöhnen, quietschen und trompeten die zukünftigen Eltern was das Zeug hält – natürlich alles zur besseren Verständigung. Mit 150 Humboldtpinguinen beherbergt der Zoo Emmen die größte Pinguinkolonie der Welt und schafft es, mit diesem Spektakel auch den letzten Bewohner des Zoos aus seiner Winterruhe zu holen.

Kängurus mit Pause-Taste

Um dem Geburtenstress entgegenzuwirken – oder ihn gar nicht erst aufkommen zu lassen – haben die Roten Riesenkängurus im Zoo ein Rezept: Sie verfügen während der Schwangerschaft über eine eingebaute „Pause-Taste“. Damit können sie das Wachstum ihres Embryos in belastenden Situationen einfach unterbrechen, um ihren Nachwuchs nicht zu gefährden. Im Zoo Emmen ist diese Maßnahme natürlich nicht notwendig, denn die Tiere sind hier gut versorgt. So kann ein Weibchen zur gleichen Zeit drei Junge verschiedenen Alters versorgen: eins in der Gebärmutter, eins in ihrem Beutel und ein älteres, das frei herumspringt.

ElefantenbabyVier kleine Elefantenfüße

Am 9. März wurde der kleine Elefant "Einga-Tha" geboren. Das ist Burmesisch und bedeutet übersetzt so viel wie "Sohn, der an einem Dienstag geboren wurde". Mit tatkräftiger Unterstützung seiner Tanten verlief die Geburt ohne Probleme, so dass der kleine Spross schon nach kurzer Zeit auf seinen stämmigen Beinchen stehen konnte. Die Elefanten-Tanten der Herde nehmen dabei eine wichtige Rolle ein: sie passen auf, dass die von der Geburt geschwächte Elefantenmutter ihr Neugeborenes nicht aus Versehen verletzt. Jede von ihnen hat immer ein wachsames Auge auf das jüngste Mitglied der Familie.

Vorherbestimmte Krokodile

Die Krokodile im Zoo erhalten Bruthilfe. Wie in freier Wildbahn verscharren sie ihre Eier unter einer Mischung aus Erde und Pflanzen. Da unser Klima jedoch zu kalt ist, graben die Tierpfleger die Eier wieder aus und legen sie in sogenannte Inkubatoren. Das sind Brutkästen mit Heizung. Dabei haben die Bruthelfer sogar die Möglichkeit, das Geschlecht der Reptilien zu bestimmen: bei einer Bruttemperatur unter 30°C schlüpfen Weibchen, bei etwa 34°C ausschließlich Männchen.

GiraffenbabyFallende Giraffen

Dass die Geburt eines Tieres immer ein aufregendes Ereignis ist, steht außer Frage. Die Giraffen treiben es mit der Spannung jedoch auf die Spitze. Erst nach 15 langen Monaten Schwangerschaft bringen die Langhälse ihre Jungen zur Welt – im Stehen. Das bedeutet einen bis zu zwei Meter tiefen Fall für das Giraffenbaby! Autsch. Die Tierpfleger im Zoo Emmen sorgen allerdings mit einem gut gepolsterten Heubett dafür, dass dieser Sturz so schmerzlos wie möglich ausfällt. So kann das Giraffenjunge direkt nach der Geburt auf wackeligen Beinen stehen und nach wenigen Stunden laufen.  

Der Zoo in Emmen

Der Zoo Emmen ist nach Themen in sechs Kontinente aufgeteilt. Ob in Asien, wo die Besucher von der größten Elefantenherde Europas begrüßt werden, oder in der afrikanischen Savanne, hoch oben auf der zweistöckigen Terrasse mit dem Safari-Restaurant, wo Giraffen so nah kommen, dass man ihren Atem spürt. Jedes Tier lebt in seinem, mit Details nachempfundenen Lebensraum, zusammen mit seinen Artgenossen.  Anfassen und Lernen durch Mitmachen sind im Emmener Zoo erlaubt, sogar erwünscht. Weitere Infos zum Zoo Emmen gibt's hier: www.zoo-emmen.de.


 
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