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heute morgen haben Axel und Michael einen großen Kürbis geholt. Sie haben ihn ausgehöhlt und das Kürbisfleisch in einen Topf geworfen. In die leere Schale haben sie Augen und einen Zittermund geschnitzt.
Sie waren ganz stolz. Bloß worauf? Denn besonders hübsch war der Kopf nicht. Sah fast ein bisschen gruselig aus, aber als Hund, der Anstand kennt, will man ja nichts sagen. Also habe ich lieber nichts gesagt, denn lügen will man ja auch nicht.
Dann dekorierten Axel und Michael ganz seltsame Sachen, z.B. Gespenster aus Keramik. Keramik scheint ein ganz lustiges Land zu sein, denn die Gespenster, die von dort kommen, sehen richtig freundlich aus.
Zum Abend hin wurden überall Kerzen hingestellt und angemacht. Sogar der Kürbiskopf bekam als Gehirn eine brennende Kerze, aber das machte ihn eher noch gruseliger. Die Kerzen warfen Schatten an die Wand, was auch nicht sehr romantisch war, denn durch die Figuren sah alles sehr seltsam aus. Ich war gerade tief in meinen Gedanken, wie ich Axel und Michael neue Dekotipps geben könnte: vielleicht könnte man schöne helle Hundeknochen in der ganzen Wohnung locker verteilen. Das wär hübsch!
„Und wie findest du Halloween?“, fragte mich Fijou und riss mich aus meinen Gedanken.
„Nun ja…“, stammelte ich herum, denn ich wusste immer noch nicht genau, wer Halloween ist.
„Ich finde, es ist eine alberne Mischung aus Grusel-Karneval und Laternenfest!“, half mir Fijou auf die Sprünge.
„Genau! Albern!“, bestätigte ich meine beste Freundin. Und endlich ging nicht nur dem Kürbiskopf ein Licht auf, und ich wusste langsam, was Halloween ist.
„Gott sei Dank feiern Axel und Michael nicht so wild Halloween, wie sie Weihnachten feiern!“
Wenn das hier, dieses Durcheinander, schon nicht wild Feiern ist, was heißt dann bei Axel und Michael wild feiern? Und was, verflixt noch mal, heißt überhaupt Weihnachten?
Als ob Fijou meine Gedanken lesen könnte, fährt sie fort: „Und Weihnachten, da müssen wir sogar mitmachen! Wart’s ab.“
„Wie mitmachen?“
„Weihnachtspostkarten und so ein Schnick-Schnack! Erklär ich dir, wenn’s so weit ist.“
Fijou verzog sich, weil ihr das alles zu viel wurde.
Und ich musste bellen und zur Tür laufen, denn es hatte geklingelt.
Michael ging zur Tür und machte sie auf.
Ein Skelett, ein Zombie und Frankenstein standen vor der Tür.
Plötzlich schrie das Skelett: „Hilfe! Ich habe Angst vor Hunden!“
Also, ganz ehrlich: wenn man Angst vor Hunden hat, sollte man nie nur mit Knochen bekleidet herum laufen! Nur mal so als Tipp.
Gute Nacht![]()
















