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Ich bete eigentlich jeden Abend. Aber gestern habe ich mir wegen Axels Eintreten mehr Gedanken dazu gemacht als sonst.
Wenn der liebe Gott von allen Betern zur Nacht das gleiche Gebet hört, muss das doch ganz schön langweilig für ihn sein. Ich sehe ihn schon gähnend auf einer Wolke sitzen, auf die Uhr schauend und hoffen, wann die Gebet-Abnahme für heute endlich vorbei ist.
Deshalb falte ich meine Pfötchen (Kontaktaufnahme) und unterhalte mich mit dem lieben Gott. Zum Abschluss schicke ich aber noch eins von den vorgeschriebenen Gebeten hinterher, damit er weiß, dass ich die auch kann. Sonst denkt er vielleicht, dass ich mich nicht nur mit ihm unterhalte, weil ich nichts auswendig aufsagen kann.
Ich finde, dass ist eine gute Mischung. Und mir geht es gut dabei. Und das ist, glaube ich, das Wichtigste dabei.
Gute Nacht
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