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mittlerweile glaube ich nicht mehr daran, dass Geschmack lernbar ist! Unter Berücksichtigung dieses Glaubenssatzes schlage ich einen abrupten Themenwechsel vor!
Wir haben heute unsere Pippi-Runde gemacht und das Wetter war nicht gut – aus Menschensicht. Es war nass und pfützig!
Aus Hundesicht muss man bei so feuchten Tagen erst mal den inneren Schweinemensch überlisten, sich einmal das Fell durchnässen lassen und dann macht es riesigen Spaß, sich in allem zu wälzen, wozu die meisten Menschen „iiihhhh“ sagen würden!
Am Ende des Spazierganges tragen die Menschen bleibende Erinnerungen mit nach Hause. Wir Hunde auch, aber zusätzlich noch jede Menge Regenmatschpfützenkram, vor allem in den Pfoten.
Und spätestens vor der Haustür erkennt man, wer Mensch ist und wer Hund. Hunde werden von Herrchen oder Frauchen gedemütigt, in dem sie ein stinkendes Handtuch übergebraten bekommen und die Pfoten werden regenmatschpfützenentkramt. Mit Gerubbel und Geschrubbe machen sie die Pfoten fast klinisch rein – so dass man auch ja kein bisschen Spaß mit in die Wohnung bringen kann.
Menschen machen das nicht. Kein Gezerre und keine Handtuchentwürdigung! Sie tauschen einfach ihre Füße aus. Die dreckigen werden abgezogen und saubere Füße angezogen. Praktisch so was.
Wenn jetzt Geschmack erlernbar wäre (ich weiß, ist er nicht!!!), würde ich Menschen beibringen, saubere Füße immer in den Schrank zu stellen und sich vor Eintritt in die Wohnung verklumpte, dreckige Füße anzuziehen. Handtücher wären für einen gestylten Haushalt ein absolutes No-Go*!
Gute Nacht
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P.S.: *Eines der beklopptesten deutschen Worte ist „No-Go“. Das muss ich schreiben, weil du, liebes Tagebuch, ja nicht gesehen hast, dass ich beim Satz, den ich eben geschrieben habe (wo das „No-Go“ drin vorkam), ironisch süffisant gelächelt habe.
Gleichzeitig ist mir dabei aber ein tolles Gedicht eingefallen:
„Tanzt ein Go-Go
mit ‘nem Jojo –
ist das so was wie ein No-Go!“
Wenn du das Gedicht jetzt doof findest, und mir zurufen möchtest: „Mensch, dein Gedicht ist jetzt aber doof!“ würde ich dir antworten: „Ätsch! Is’ gar kein Gedicht! Is’ ein Slam Poem – und die sind hipp!“ und dann würde ich dir noch schnell die zweite Strophe hinterher schmettern:
„Tanzt ein Hippie
und macht „Jipiieh!“
ist das niemals hipp! – Nie!!!“
















