Bärbels Blog-Eintrag vom 2. Juni 2008:

73 - Aua

Liebes Tagebuch

aua! In meinem Maul tut es richtig weh. Mal dolle, und mal ganz dolle und ganz manchmal super ganz dolle. Irgendetwas wütet und tobt sich in meinem Maul aus. Vielleicht ein Maul-Wehtuer. Ich weiß zwar nicht, ob es die gibt. Aber eigentlich muss es die ja geben, denn es tut ja im Maul weh. Ich habe heute versucht einen zu erwischen. Hab mich vor einen Spiegel gestellt und so getan als ob ich gähnen müsste. Ich habe aber nur meine Zunge und meine Zähne gesehen – nix von diesen bösartigen Viechern. Wo die sich wohl verstecken? Richtig hinterhältig und gemein! Dann habe ich eine ganze Zeit mein Maul aufgemacht. Vielleicht mögen die ja keine frische Luft oder kein Licht! Tolle Idee, habe ich gedacht. Und wenn ich dabei noch ein wenig renne, dann ist die Luft noch frischer und die Maul-Wehtuer verschwinden noch schneller. Noch tollere Idee. Also laufe ich mit offenem Maul durch die Gegend und sehe mich schon als berühmten Hund auf einer Hundezeitschrift:

„Bärbel gewinnt den Kampf gegen die fiesen und gemeinen Maul-Wehtuer; Tipps und Bilder im Innenteil“

würde dann auf der Titelseite stehen. Und wie ich so träume und renne und mein Maul offen halte, wird nicht nur meine Zunge ganz schön trocken, sondern Fijou guckt mich etwas verwundert an. Was ich da machen würde, wollte sie wissen. Und dann, habe ich ihr meine Erfindung erzählt. Allerdings musste ich vorher meine Zunge wieder nass machen, denn mit trockener Zunge lässt es sich schlecht sprechen. Als ich mit dem Erzählen fertig war, schaute mich Fijou nur an, sagte leise „Maul-Wehtuer“ und ging kopfschüttelnd an mir vorbei. Ich denke, meine allerbeste Freundin ist tief beeindruckt davon, dass ein so kleiner Hund wie ich so große Gedanken haben kann.

Liebe Grüße

Deine Bärbel

P.S.: Aua!


 

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