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nein, ich habe dich auf gar keinen Fall vergessen. Habe ganz oft an dich gedacht. Und immer wenn ich in dich reinschreiben wollte, sind mir die Augen zugefallen, so hundemüde bin ich zur Zeit. Denn es ist soooooooooo viel passiert.
Also, erst einmal: hier im neuen Zuhause ist es toll! Und warum?
Darüber habe ich mal wieder ein Gedicht verfasst:
"Unser neues Zuhause ist tolly,
dass liegt viel auch an der Molly!"
Ich gebe zu, das Gedicht ist nicht genial, aber was reimt sich auch schon auf Molly? Und wenn man ein so schweres Wort zu verdichten hat, ist es ganz schön schwer, ein geniales Gedicht zu schreiben.
Nun zurück zu "Molly". Sie ist ein ganz wichtiger Grund, warum es uns hier so gut gefällt!
Molly?! Molly! Immer nur Molly! Wer ist denn nun aber diese sagenumwobene Molly?
Molly ist eine Hundedame, die ist schon erwachsen und ausgewachsen, aber ungefähr so groß wie ich - genau in Ohrenbeißhöhe. Und mit Molly kann man herrlich spielen.
Molly wohnt mit ein paar Menschen im selben Haus wie Axel und Michael. Das passt super! Gut, dass Michael und Axel darauf geachtet haben!
Wir können immer ganz viel im Garten spielen.
Molly ist aber etwas schüchtern. Ich habe erfahren, dass es ihr nicht immer so gut gegangen ist und sie auch schon schlimme Erfahrungen gemacht hat. Erst seit dem sie bei den Menschen hier wohnt, geht es ihr gut. Aber sie ist immer noch vorsichtig, weil sie ein bisschen Angst hat, dass man ihr wieder was tut. Und wenn ich so etwas höre, weiß ich erst, wie super gut ich es habe. Aber Molly hat es jetzt ja auch super gut. Und seitdem ich hier wohne, sogar noch super-dupergut. Super-duperguter geht es fast gar nicht, oder?
Fijou muss aber keine Angst haben, sie ist und bleibt immer meine allerbeste Freundin. Ich habe Fijou und Michael und Axel und Moritz und Zara so lieb, dass ich gedacht habe, mein Herz ist voll und da geht keiner mehr rein. Aber so ein Herz ist irre dehnbar: schwupps, ist da die Molly drin. Und ich habe sie auch lieb, aber zum Beispiel ganz anders als Fijou.
Manchmal macht so ein Herzschwupps den Schwupps aber auch rückwärts. Wie ich mein Tagebuch noch einmal durchgelesen habe, taucht am Anfang meines Tagebuches der tolle Hund "Adjoa" auf. Wir haben anfangs ganz viel zusammen gespielt. Und dann wurde es immer weniger. Wir haben uns kaum mehr gesehen, was gar nicht mal so an uns gelegen hat, sondern an den Menschen und an allem, was so passiert ist. Anfangs war ich da etwas traurig, aber sooooo gut kannte ich Adjoa ja nun auch wieder nicht. Und dann ist bei mir so viel passiert, dass Adjoa immer etwas kleiner wurde in meinem Herzen. Und schwupps eines Tages ist sie aus meinem Herzen gepurzelt. Wir sind uns überhaupt nicht böse und ich hoffe, dass es Adjoa richtig gut geht. Und vielleicht sieht man sich ja mal wieder und spricht bei einem gemütlichen Stück Knochen und einem Schlabber Wasser über die alten Zeiten.
Gute Nacht![]()
















