Bärbels Blog-Eintrag vom 11. Mai 2008:

64 - Leckerchen-Philosophie

Liebes Tagebuch
heute waren Axels Eltern bei uns. Sie haben mir und Fijou ein Klasse-Leckerchen mitgebracht. Einen absolut bezaubernden Kauknochen. Man wird zwar nicht richtig satt davon, aber man kann herrlich darauf rumbeißen. Um ehrlich zu sein, kaut sich der Kauknochen gar nicht mal wie ein richtiger Knochen an, sondern viel mehr wie... als ob er aus ganz hartem Gummi wäre. Daher ist der Kauknochen im eigentlichen Sinne auch eigentlich mehr ein Kaugummi. Aber so etwas kennen die Menschen ja nicht. Sieht aus wie ein Knochen, dann heißt es "Knochen", egal ob es sich nach Gummi ankaut oder nicht.

Moritz und Zara bekommen immer etwas gekochtes Hühnchenfleisch, was direkt aus einer durchsichtigen Folie kommt. Warum es nun aber kein Folienfleisch ist, versteht wieder kein Hund. Aber egal.
Axels Eltern waren die ganze Zeit in der Küche und haben Tassen in Zeitungspapier eingewickelt. Auch Teller. Und Schüsseln. Diese haben sie dann in einen Karton gepackt. Ich finde das gaaaaaanz umständlich: klar, erkennt man von der Umwickelung her, ob es sich um eine Schüssel oder um eine Tasse handelt. Aber erstens muss man - wenn man z.B. aus seiner Lieblingstasse trinken will - in dem Karton rumwühlen, und dann muss man sich zweitens merken, in welcher Zeitung die Lieblingstasse eingewickelt ist. Denn schließlich sehen die Tassen in der Tassen-Umwickelung von außen erst einmal gleich aus.
Jetzt nur mal ein Beispiel: Ich habe mir gemerkt, dass meine Lieblingstasse im Kinoprogramm der 53. Kalenderwoche gewickelt ist. Also, Karton auf und erst mal die Tassen gesucht. Dann die Zeitung mit dem Kinoprogramm der 53. Kalenderwoche suchen. Die Tasse auswickeln und die Umwickelung aufheben. Tasse benutzen und wieder in das Kinoprogramm der 53. Kalenderwoche wickeln, und zwar so, dass man auch lesen kann, dass es sich um das Kinoprogramm der 53. Kalenderwoche handelt. Wieder in den Karton verstauen. Und Rühren! Früher: Tasse aus Regal - fertig!
Ich werde aus dieser Aktion einfach nicht schlau.

Gute Nacht, liebes Tagebuch
Deine Bärbel


 

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