![]()
heute ist Michael mit uns und der älteren Dame, von der ich ja schon einmal geschrieben habe, wieder im Park spazieren gegangen. Ganz normal, wie schon so oft.
Und dann ist etwas passiert! Etwas Schreckliches!
Plötzlich ist - wie aus dem Nichts - ein größerer Hund aufgetaucht und hat Fijou angegriffen. Wir haben das alle gar nicht so mitbekommen. Dann ist der Hund mit seinem Frauchen verschwunden, und Fijou stand ganz bedröppelt da. Sie wusste gar nicht, was geschehen ist. Und warum! Und wir auch nicht, ging alles so schnell. Die arme Fijou, die keinem Hund ein Haar krümmen kann. Ich bin hin und wollte sie bespaßen, aber so richtig gut war sie nicht drauf. Dann hat Michael sie gestreichelt und beim Streicheln festgestellt, dass Fijou von dem anderen Hund gebissen worden ist. Eine richtige Wunde, meine Pfote breit ungefähr und es blutete. Wie doof kann so ein doofer Hund eigentlich sein! Meiner allerbesten Freundin so was anzutun, ohne Grund! Wenn ich den das nächste Mal sehe, kann der was erleben!
Michael hat dann die ältere Dame nach Hause gebracht und ist danach mit uns zum Tierarzt gefahren.
Wir mussten gar nicht so lange warten und sind schnell in das Behandlungszimmer gegangen. Fijou musste auf den Behandlungstisch. Sie hat eine Spritze bekommen und die Wunde wurde zusammengeklammert. Nicht mit den bunten Wäscheklammern, die Michael und Axel immer zum Wäscheaufhängen nehmen. Die wären auch viel zu groß gewesen und sähen einfach nur komisch aus. Oder hast du schon mal einen Hund mit Wäscheklammern gesehen? Es waren aber solche Klammern, die Axel auch in seinem Büro hat, um Papiere zusammen zu klammern.
Fijou war ganz tapfer und hat alles mit sich machen lassen, denn sie wusste ja, dass man ihr helfen will. Trotzdem hat es sicher weh getan. Außerdem hat sie bestimmt auch nicht gebellt oder so, um mir keine Angst zu machen.
Aber ich war auch ganz überrascht darüber, wie tapfer ich beim Tierarzt gewesen bin. Keinen Mucks habe ich gemacht und alles genau beobachtet. Das ist ganz schön schwer, wenn die beste Freundin so was mitmachen muss. Das ist genauso schlimm, als wenn man es selber erleben würde - aber eben nur die Hälfte so schlimm, weil man sich die Angst und Schmerzen ja teilt. Ja, liebes Tagebuch, das ist so mit den allerbesten Freundinnen - einfach toll.
Die Ärztin hat gesagt, dass der Biss nicht so tief sei, und dass alles gut verheilen würde und hat Fijou noch eine Schmerztablette gegeben. Dabei hat die Tierärztin mir zugezwinkert. Ich denke, die Ärztin hat auch eine beste Hundefreundin und weiß daher, was man in solch einer Situation als Freundin durchmacht.
Gute Nacht, liebes Tagebuch,![]()
Bärbels Blog-Eintrag vom 7. Mai 2008:
62 - Fijou in großer Gefahr (geht aber gut aus)
0 Kommentare bisher
















