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heute haben wir wieder Axels Eltern besucht. Ich kann mir ehrlich gesagt gar nicht vorstellen, wie Axel mal ein Welpe war. Aber muss er ja wohl mal gewesen sein. Bei Menschen ist das ja sowieso alles anders: ich habe zwar auch Eltern, aber die habe ich seit dem Umzug zu Axel und Michael gar nicht mehr gesehen. Und um ganz ehrlich zu sein: ich habe meine Hundeltern auch nie vermisst. Mein Zuhause ist da, wo mein Herz ist und das ist eben bei Axel und Michael. Anfangs hatte ich ein klein bisschen ein schlechtes Gewissen – wegen dem Nicht-Vermissen und so. Aber ich habe von ganz sicherer Seite gehört, dass die Hundeeltern ihre Welpen auch nicht mehr vermissen, wenn ihre Kleinen ein neues Zuhause gefunden haben und sie wissen, dass es ihnen gut geht. Das ist einfacher in der Hundewelt.
Axel und seine Eltern vermissen sich also häufiger und besuchen sich deshalb. Und damit Axel den Michael und Fijou und mich nicht vermissen muss, kommen wir einfach mit zu Axels Eltern. So vermisst keiner keinen. Na ja, Zara und Moritz warten schon auf uns Zuhause und freuen sich, wenn wir wieder da sind. Ein bisschen Vermissen ist ja auch schön!
Außerdem ist es bei Axels Eltern auch immer klasse. Viel Streicheln, tolle Leckerchen und sowieso.
Am Nachmittag sind Axel und Michael mit Fijou und mir eine Pipi-Runde gegangen.
Und wie wir so 5 Minuten gegangen sind, rennt Fijou einfach los, direkt an einen bestimmten Garten hin und begrüßt einen wildfremden Hund.
"Guck mal", sagt Axel zu Michael "da ist Gino!"
Und dann sehe ich an Fijous Schwanzwedeln, dass Gino gar kein wildfremder Hund ist, sondern dass sie sich kennen und gut leiden mögen. Ich sofort hin! Gino ist ein bisschen größer als ich. Er ist ganz aufgeregt und dreht sich immer. Ab und zu fällt er auf die Seite. Steht aber fröhlich wieder auf und begrüßt mich.
Gino ist nett, aber irgendwie ist er anders. Ich bin etwas verunsichert!
Fijou und Gino merken das und Gino erklärt mir, dass er behindert ist. Er hat Schwierigkeiten mit dem Gleichgewicht und fällt deshalb oft hin. Das strengt zwar etwas an, tut aber nicht so doll weh. Gino sagt, er habe gelernt damit zu leben. Herrchen und Frauchen haben ihn damals aus dem Tierheim geholt und sich sehr um ihn gekümmert. Und trotz dem vielen Hinfallen und der vielen Mühe, die sie mit ihm haben, haben sie ihn unendlich lieb und würden ihn nie wieder hergeben. Und er würde auch nie woanders hinwollen. Und da haben wir es wieder: Zuhause ist da, wo das Herz ist.
Und dann haben wir ein wenig gespielt, zwar etwas vorsichtiger als sonst, aber es hat viel Spaß gemacht. Leider mussten wir schon bald wieder weg.
Gino ist nett. Und das ohne "aber".
Gute Nacht,![]()
Bärbels Blog-Eintrag vom 27. April 2008:
59 - Die Sache mit den Eltern und wie ich Gino kennen gelernt habe
5 Kommentare bisher

Ich würde mich nicht wohl fühlen ohne eltern denn schlislich wäre ich ohne sie gar nicht auf der welt gewessen und ich kenne viele kinder die ihre eltern verloren haben und deswegen im kinderheim immer daran denken wie schön es wäre eltern zu haben. liebe Bärbel schreib mir bitte zurück deine nadine h.
nadine h.
Ich finde nicht dooff.
deine sarah
Sarah
Liebe Nadine,
natürlich ist es für einen Menschen ganz wichtig, Eltern zu haben. Umso trauriger ist es dann, wenn man seine Eltern verloren hat, vor allem wenn man keine neuen Menschen findet, die man lieb hat und die einen lieb haben. In der Tat geht es manchen Kindern so. Die meisten finden aber eine Lösung und damit ein neues Zuhause.
Bei Tieren ist manches anders. Hundeeltern kümmern sich um ihre Welpen bis sie selbstständig sind und dann kann jeder seinen eigenen Weg gehen. Auf meinem Weg habe ich ja z.B. Michael, Axel und Fijou gefunden, die so etwas wie meine Eltern sind. Und die sind mir ganz wichtig.
Liebe Grüße - auch an Deine Eltern,
Deine Bärbel
Bärbel
Bärbel ich würde gerne wissen wie es sich anfühlt ein Hund zu sein und ob du gerne mal ein Mensch wärst. Es muss toll sein ein Hund zu sein.Ich habe auch ein Hund sie heißt Casy und sie wurde zu früh von ihrer Mutter getrennt aber ist richtig dick.Bei ist Mops und Terrier drin(Fahrrädern jagd sie gerne hinterher).
Skitty
Liebe Skitty,
mal ganz ehrlich: wer möchte nicht ein Hund sein? Es gibt nur ganz wenige Momente, wann ich lieber so was wie Michael und Axel sein möchte: nämlich wenn es um das Fressen-Austeilen geht. Aber vielleicht erfindet ja irgendein schlauer Hund mal einen Dosenöffner für Hunde?!
Sei immer schön lieb zu Casy, immerhin hat sie dir doch bestimmt schon ein paar Kunststückchen beigebracht, oder?
Liebe Grüße
Deine Bärbel
Bärbel
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