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ich habe heute in aller Morgenfrühe Fijou gestanden, dass ich das Abduschen klasse finde und sie hat mich nur fragend angeschaut. Kann sie eben nicht verstehen. Das ist aber okay, so was trennt einen nicht von seiner allerallerbesten Freundin. Das einzige, was es heißt, ist, dass unser gemeinsamer Strandurlaub erst einmal verschoben werden muss.
Von meinem tollen super geheimen Plan habe ich Fijou auch noch nichts erzählt. Erstens soll der tolle Plan ja super geheim sein, zweitens soll es für Fijou auch eine Überraschung sein und drittens habe ich ein bisschen Angst, dass Fijou mir meinen tollen super geheimen Plan ausbellen will.
Also, wir beim Spaziergehen, düddelüüt, lass mir nichts anmerken. So wie immer. Fijou merkt nichts. Michael auch nichts. Gleich ist es soweit, noch ganz gelassen bleiben, damit ich mich nicht verrate. Ganz normal bleiben. Noch ein paar Schritte. Jetzt ist es endlich soweit: ich lauf’ schneller und schneller. Wie eine Rakete flitze ich ab. Mit nur einem Ziel in den Augen und dann rein in den reißenden Fluss im Stadtpark. Ich schwimme! Ich bin eins mit dem Element Wasser. Fühl’ mich wie ein Fisch im Wasser. Wogende Wellen machen mir nichts. Heizen mich nur noch an! Stundenlang genieße ich das Spiel zwischen Sich-treiben-Lassen und meinem kraftvollen Schwimmen; der Kraft des Meeres trotzend. Ich genieße die Ebbe und Flut, ohne auch nur jemals die Orientierung zu verlieren. Michael schaut mir nach, erst sorgenvoll, dann stolz. Er hat einen Seehund.
Nach unendlicher Zeit, und nur, weil ich Michael und Fijou nicht ewig lange warten lassen wollte, bin ich raus aus meinem Element, das ich sooo liebe.
Zu Hause angekommen, hat Michael Axel sofort erzählt: "Du, Bärbel ist heute in den kleinen Bach gesprungen. Wir haben einen Schwimmhund." und dann hat er gelacht und Axel hat mich stolz gestreichelt!
Ein Bach? Nur reingesprungen? Ich habe das irgendwie ganz anders wahrgenommen! Hat mich Michael etwa nicht die ganze Zeit beobachtet und deshalb dieses Naturspektakel gar nicht gesehen?! Oder war ich so verblendet, dass ich alles übertrieben wahrgenommen habe? Wir werden es nie erfahren. Die Wahrheit liegt bestimmt irgendwo dazwischen, denke ich.
Gute Nacht![]()
Bärbels Blog-Eintrag vom 18. April 2008:
56 - Geständnis
3 Kommentare bisher

liebe grüße
pollo
hey bärbel eine frage: wie kannst du schreiben?
lilly
Hey Lilly,
Michael und Axel helfen mir beim Schreiben. Und sooo schwer ist das ja nun auch wieder nicht! Also im Vergleich jetzt z.B. zum Bello-Alphabeth.
Liebe Grüße
Deine Bärbel
Bärbel

















