Bärbels Blog-Eintrag vom 13. Februar 2008:

13 - Ekelduft

Liebes Tagebuch
Fijouwenn ich bisher den Ausdruck "der arme Hund" gehört habe, habe ich das nie verstanden. Ein Hundeleben besteht doch nur aus Spielen, Kuscheln, Fressen und Schlafen. Was soll denn daran "arm" sein?
So dachte ich bis heute. Und jetzt weiß ich erst, wie es ist, ein richtig armer Hund zu sein. Ich habe Ernst gesehen - den Ernst des Lebens. Das, wovor sich jeder fürchtet, habe ich miterleben müssen. Ich habe mit eigenen Augen gesehen, wie meine allerallerbeste Freundin Fijou gebadet wurde. Komplett. Mit Wasser. Und Hundeshampoo. In der Badewanne. Und das Schlimmste daran: sie hatte vorher so schön nach Dreck, Modder und Ekelkram gerochen und jetzt riecht sie nach Parfüm und nach "sauber". Ich meine, ich habe sie trotzdem lieb - sie kann ja nix dafür. Aber ich glaube, sie hat auch schon Pläne dafür, wie sie diesen Duft wieder los wird.

Am Abend hat mich Fijou aber wieder etwas beruhigt: So eine Quälerei findet ganz selten statt, vielleicht zwei Mal im Jahr. Und dann hat sie mir erklärt, dass die Menschen das nicht machen, um uns Hunde zu quälen, sondern um uns zu pflegen. Außerdem finden sie, dass Hundeshampoo lecker riecht. Was müssen Menschen für komische Nasen haben? Ich bin auf jeden Fall froh, dass ich eine richtige und voll funktionierende Nase habe.
Gute Nacht!
Deine Bärbel

P.S.  Anbei ein Foto von der armen Fijou!


 

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