Noch mehr Schriften

Blindenschrift

Es gibt auch Schriften, die speziell für blinde Menschen gemacht sind. Diese erfühlt man mit dem Tastsinn der Haut. Dazu muss man die „Buchstaben“ in das Papier stanzen. Oder über ein elektronisches Gerät so anzeigen, dass man sie ertasten kann. Mit der Hand geschriebene oder von einem normalen Drucker gedruckte Buchstaben lassen sich nicht ertasten.

Braille Schrift

Die bekannteste Blindenschrift ist die Braille-Schrift, die von dem blinden Franzosen Louis Braille im Jahr 1825 erfunden wurde. Bei der Braille-Schrift werden von unten kleine, runde Erhebungen in das Papier gedrückt. Für jeden Buchstaben gibt es ein Feld mit bis zu 6 Punkten. Je nachdem wie viele und wo diese Punkte ertastet werden, ergibt sich ein anderer Buchstabe.

Willst du mal ausprobieren, wie die Braille-Schrift aussieht? Tippe einfach einen Text in das Feld unten!

Computertastatur und darunter eine blaue BraillezeileBlind an der Tastatur

Es gibt auch ein Gerät, das Texte auf dem Computer in Braille darstellen kann: Die Braille-Zeile! Dabei werden die Buchstaben mit vielen kleinen Halbkreisen in einer Zeile unterhalb der „normalen“ Tastatur angezeigt. Die Braille-Zeile dient aber nur zum Lesen. Um Texte in den Computer einzugeben, verwenden Blinde eine ganz normale Tastatur, die sie auswendig können. Auf den Tasten „F“ und „J“ gibt es bestimmt auch auf deiner Tastatur eine kleine Markierung. Fühl doch mal. Damit kann man sich auf der Tastatur orientieren, auch ohne hinzuschauen.

Wenn Du auch lernen möchtest, mit 10 Fingern zu tippen, ohne auf die Tastatur zu schauen, versuche doch mal den Kidsville Tipp-Trainer.

HELP Schild mit Braille

Braille-Schriftzeichen gibt es übrigens öfter, als man denkt: An Ampeln, auf Schildern oder auf Medikamentenpackungen. Oft fällt diese Schrift einfach nur nicht so sehr auf, da sie nicht farbig ist.