Die Keilschrift

In Ton  gedrückte Keilschrift

Die erste „richtige“ Schrift war die Keilschrift. Mit einem Stück Holz und einem Schilfrohr als Griffel wurden vor etwa 5.500 Jahren kleine, dreieckige Vertiefungen, sogenannte „Keile“, in weichen Ton gedrückt. Zuerst wurden so Bilder gezeichnet. Doch dann entwickelten sich daraus Skizzen, sogenannte „Piktogramme“, die später miteinander kombiniert wurden. Ein Beispiel: „Wasser“ zusammen mit „Auge“ bedeutete „Weinen“. Schließlich ging man dazu über, die Zeichen als Symbole für bestimmte Laute oder Silben zu benutzen. So konnte man die Silben aufschreiben, wie man sie auch sprach. Natürlich gab es damals noch keine einheitliche Rechtschreibung, aber in manchen Gebieten gab es schon „Worttrenner“ als erste Satzzeichen.

Heutige Schriften

Elfried schreibt mit dem RüsselAuch heute gibt es noch viele unterschiedliche Schriften, die in verschiedenen Orten der Welt geschrieben und gelesen werden. Vielleicht warst du schon mal irgendwo im Urlaub, wo alle Schriftzeichen anders aussahen als bei uns?

In den meisten Ländern wird heute in lateinischer Schrift geschrieben. Die Schrift kennst du, denn sonst könntest du diesen Text gar nicht lesen! In manchen Ländern gibt es zusätzlich zum lateinischen Alphabet ergänzende Buchstaben. In Deutschland sind das die Umlaute („ä, ö, ü“) und das „ß“. In Spanien gibt es zum Beispiel noch das „ñ“, oder in Schweden das „å“.

Viele Sprachen werden in der Lateinischen Schrift geschrieben, neben Deutsch zum Beispiel auch Englisch und Französisch. Es gibt jedoch auch Länder, in denen mehr als eine Sprache gesprochen und auch mehr als eine Schrift geschrieben wird. In Indien beispielsweise gibt es viele verschiedene Sprachen und Schriften, unter anderem Bengalisch, Tamilisch oder Devanagari.