Warum nicht ich!?
von Allegra, 11 Jahre
Eigentlich war mein Leben toll, ich hatte tolle Freundinnen, ich war gut in der Schule, und hatte einfach alles was man sich so alles wünscht, um glücklich zu sein. Bis jetzt! Ich, Lara, knie neben meiner besten Freundin und schüttle sie. Ich schluchze: ,,Nein, das darf nicht wahr sein, du darfst nicht tot sein. Was soll ich denn ohne dich auf dieser Welt machen?"
Für mich ergab das Leben einfach keinen Sinn mehr. Mit nassen Händen tippte ich die Nummer des Krankenhauses ein, auch wenn ich wusste, es gab nichts mehr was meine Freundin wieder beleben würde.
Nach ein paar Minuten trafen die Polizei, der Krankenwagen, meine und die Eltern meiner Freundin ein. Majas Mutter brach neben ihrer Tochter ein und weinte sich die Augen rot. Ihr Vater saß gschockt auf einer Bank. Meine Mutter kam langsam auf mich zu und nahm mich in den Arm. Ich drückte mein Gesicht in ihre Schulter und fing wieder an zu weinen. Jetzt sah ich, wie die Leute vom Krankenwagen Maja mit einer Trage in einen Leichenwagen brachten. Ich drückte mich fester an meine Mutter.
Dieser Unfall ist jetzt einen Monat her. Ich und der Rest kommen langsam über das Geschehen hinüber. Aber eins erinnert mich noch an Maja, außer die Erinnerungen und die Fotos: Nämlich der Schmerz, der aufkommt, wenn ich an sie denke. Warum musste nur dieser blöde Blitz vor Maja eintreffen, so dass die Straßenlaterne sie erschlagen hatte? Warum? Sie war immer für einen da, hat sich um mich gekümmert und hat mich getröstet. Also warum?
Leider weiß ich, dass niemand Maja wieder beleben kann. Naja, wie schon gesagt, es ist jetzt genau einen Monat her als der Unfall passiert ist und ich fühl mich immer noch mies. Zur Zeit macht garnichts mehr Spaß und ich weiß nicht ob es echt nicht besser ist, wenn ich einfach auch von der Laterne getroffen worden wäre? Statt dessen wurde ich nicht getroffen und musste mit ansehen wie Maja erschlagen worden ist. Und führe ein trauriges und nutzloses Leben. Vielleicht wird das Leben in ein paar Jahren besser laufen für mich als jetzt, aber eins weiß ich genau, es wird nie wie mit Maja.
6 Kommentare bisher
















