Unglückliche Liebe
von Emely, 12 Jahre
Zutiefst verletzt rannte ich nach draußen. Wieso konnte er mich nicht verstehen? Ich schmiss einen Stein gegen einen Baum. Ich trat gegen den Baum, stapfte über wunderschöne Blumen, und schrie dabei, obwohl es Nachtruhe gab. Alles war mir egal. Ich verzog das Gesicht, und rannte. Rannte und rannte und rannte.
Durch Büsche und Gestrüpp, durch Bäche und über Steine.
Nachdem ich nicht mehr konnte, blickte ich mich um: Wo zum Teufel war ich? Immer noch wütend fing ich hilflos an zu schluchzen: Wieso akzeptierte ER nicht, dass ICH nicht die brave Tussi war? Ich war doch ICH! Nicht das perfekte Mädchen für ihn. Heulend legte ich mich auf einen Stein. Er war nass, aber ich spürte die Kälte und Nässe nicht. "Ist doch alles egal", murmelte ich, und schlief ein...
"Emely! Emely!", die Stimme drang nur langsam in mein Bewusstsein ein, und ich schlug die Augen auf. Und da sah ich ihn: Jonas. Es war ER. ER. Jonas. Ich wollte aufspringen, um ihn anzuschreien, aber aus mir kam nur ein: "Was ist los?"
"Ich habe dich gesucht! Wirklich", aus seiner Stimme schwang Wahrheit.
"Aber wieso?", fragte ich nun schon etwas sicherer.
"Weil... Ich dich nicht verlieren will", Jonas Stimme kam nur teilweise an.
"Nicht, weil du mich liebst?", da war sie wieder: Die Eifersucht.
"Mensch, Emely, es ist aus! Es tut mir Leid!", Jonas Satz traf mich mitten im Herz.
"Wieso?", mein Schluchzen brachte mich endgültig zurück in die Wirklichkeit.
"Weil es aus ist. Lousia ist meine neue Freundin!", Jonas Stimme zitterte nun auch.
"Man kann Freunde nicht einfach austauschen!", meine Tränen kannten nun kein Zurück mehr. "Hör auf zu weinen, und komm bitte mit", Jonas streckte mir seine Hand entgegen.
"Nein!", trotzig schlug ich seine Hand weg.
"Na schön", Jonas legte eine Karte neben mich, und drehte sich um. Als er zwei Schritte gelaufen war, drehte er sich erneut um, dieses Mal zu mir, und kam wieder zurück. Dann nahm er meinen Kopf, drehte ihn hoch, und gab mir einen wunderbaren Kuss. Für einen Moment schwebte ich auf Wolke 7. Ich stand auf, schnappte mir die Karte, und küsste ihn weiter. Bis er seinen Kopf drehte, und mich ansah.
"Tschüss, Emely", flüsterte er, und ein Hauch Traurigkeit schwang in seinem Unterton. Dann rannte er weg. Ich schloss für einen Moment die Augen, und wollte das Gefühl des Kusses behalten. Doch es ging. Schneller denn je. Aber nur, weil ich wusste, dass Jonas mich nicht liebte. Nie mehr. Nicht wie ich ihn liebte. Niemals.
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Hi,
wie findet ihr die Geschichte?
Würde mich über Kommis freuen
Emmyy
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