
Hey Paulin'chen!
Ich fahre jedes Jahr (seit 2006) für jeweils eine Woche ohne Eltern in ein Pfadfindercamp. Auch ohne Handy. Dort gibt es keinen Strom & kein fließend Wasser.
Außerdem fahre ich ab und zu auch sonst mal ohne Eltern weg: Schüleraustausch, Relax-Woche, ... .
Ich reise viel, und daher ist es für mich auch kein Problem, eine Weile ohne Eltern & ohne den Kontakt zu ihnen auszukommen.
Ich hab meine Eltern sehr lieb, und sie sind auch ganz gute Eltern. Aber manchmal muss ich mich einfach mal woanders von ihnen distanzieren. Das tut gut. Dann kann man sich danach wieder so richtig liebhaben.
Dieses Heimweh-Wegkriegen kann man trainieren. Wenn man einfach mal öfter ohne Eltern wegfährt (können ja auch nur drei Tage sein oder so), dann geht das mit der Zeit so nach und nach auch weg. Mach dir jetzt auf keinen Fall Druck, denn nachher kommt alles von alleine. Wenn du dich in dem Camp wohlfühlst (deine Freundin ist ja auch da & sicher noch jede Menge anderer netter Leute), dann wirst du auch nicht so oft an zu Hause denken müssen.
Wenn ich wegfahre, denke ich schon ab und zu mal an zu Hause, aber ich klammere mich nicht dran fest. Dann such ich mir lieber was anderes, damit ich das auch wieder vergessen kann. Genieß einfach deinen Urlaub & lass ihn dir nicht vom Heimweh vermiesen. Wenn du dich da so unter Druck setzt, kannst du nachher auch nichts mehr genießen. Freu dich einfach auf das, was kommt. Sei gespannt & relaxe einfach! (Dafür ist so ein Urlaub ja auch da.)
Viele liebe Grüße & eine gute Reise,
Bianca
von Bianca (13 Jahre), geschrieben am 10. August 2010.