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Unerklärliche Abneigung gegen meinen Vater

Meine Mutter fährt bald für ein paar Wochen weg und das fände ich nicht schlimm, weil ich nicht so einsam bin wegen meinem kleinen Bruder und weil ich ja mit ihr telefonieren kann aber mein Problem ist, dass mein Vater hier bleibt.
Ich weiß nicht genau warum aber er bringt mich nur zum Weinen. Wenn er am Abend nach Hause kommt und eine Begrüßung im Flur ruft, zieht sich in mir alles zusammen und ich spüre so eine Art Enttäuschung und Wut, bin ab da schlecht gelaunt.
morgens wenn mein wecker klingelt, gucken manchmal meine Eltern nach ob ich auch aufstehe und wenn meine Mutter mit beim Aufstehen hilft, freue ich mich. Wenn ich dagegen im Halbschlaf schon die Stimme von meinem Vater höre wird mir übel und ich will weinen. Am schlimmsten ist es wenn er mich streichelt oder so. Ich will von ihm nicht angefasst werden! Das wollte ich noch nie!
Wenn ich esse oder so und mein Vater setzt sich dazu und beginnt zu reden, vergeht mir der Appetit, ich bin genervt und möchte am liebsten nur weinen.
Ich weiß nicht wieso das so ist. Aber es war shon immer so. Ich habe schon im Kindergarten geweint, wenn mein Vater mich abgeholt hat. Alle dachten, ich weine weil ich noch nicht nach Hause will aber eigentlich war es, weil mein Vater da war.
Ich habe mich noch nie getraut mit jemandem darüber zu reden, weil es am entwrnder komisch finden würden oder darüber lachen.
Wenn mein Vater zuhause ist bin ich irgendwie immer traurig und werde schnell wütend auf alles. Mir kommen Gedanken die mich traurig machen, die ich normalerweise nicht hätte. Die haben mit verschiedenen Dingen zu tun.
Das ist der Grund wieso ich auf Urlauben immer so unausstehlich bin und mein Vater hat natürlich nicht die beste Meinung von mir, nennt mich Jammerlappen, depressiv und so, weil er mich nur so schlecht gelaunt kennt.
letzten Sommer war ich nur mit meiner Mutter eine Woche weg, weil ich auf einem Bauernhof Urlaub machen wollte und mein vater und mein Bruder allergisch sind, und es war der schönste Urlaub der Welt! Ich war noch nie so lange durchgehend glücklich!
Ich habe Angst vor der Zeit wo meine Mama nicht hier ist, weil ich dann mehr Zeit mit meinem Vater verbringen muss! Ich habe Angst davor ihm im Haus zu begegnen ihm sprechen zu müssen und alles andere. Denn dann wird sofort meine Laune schlecht und ich weine.
von Lalalelo (13 Jahre), geschrieben am 28. Januar 2016.
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  • Hey,

    ohje, also könnte es vielleicht sein, dass du, als du klein warst, einmal irgendwie eine schlechte Erfahrung mit deinem Vater gemacht hast? Etwas, das sich, auch wenn du vielleicht unter 3 warst und man sich ja, im Regelfall, nicht an die Dinge erinnern kann, die vor dem 3. Lebensjahr passiert sind ... etwas, das sich trotzdem irgendwie in dir unterbewusst festgesetzt hat?! Das könnte z.B. sein .... Streitest oder hast du dich oft mit ihm gestritten?

    Oder ist das Gefühl, dass er den Bruder mehr mag oder, dass er dich irgendwie nicht so mag, so stark, dass es dich so blockiert?!

    Also ich glaube, dass man, um das Problem in den Griff zu bekommen und rauszufinden, was dahinter steckt (das muss was sein, das ganz tief in deiner Seele versteckt liegt), auf jeden Fall professionelle Hilfe holen muss. Es gibt auch Familien- Therapien. Auch wenn das nicht leicht ist, und von mir so einfach gesagt, wäre es das Beste, wenn du es offen ansprichst. So weiß dein Vater auch, warum du immer so zu ihm bist. Und erst wenn deine Eltern es wissen, dann kannst du bzw. dann könnt ihr anfangen, daran zu arbeiten. Bei Familien- Therapien oder Familien- Gesprächen im Rahmen einer Einzeltherapie, die in professionellem Rahmen stattfinden, ist eine Therapeutin oder ein Therapeut anwesend, die oder der das Gespräch bzw. die Therapie moderiert. So kenn ich das zumindest. Natürlich ist das auch nicht mir nichts dir nichts organisiert, sone Therapie, aber es wäre eine Option .... wenn nicht sogar die einzig vernünftige Option! Aber dafür musst du erst mit deinen Eltern reden. Da führt kein Weg dran vorbei.

    Habt ihr eigentlich irgendwie einen Schulpsychologen oder Sozialarbeiter, an den du dich wenden könntest? Der dich da unterstützen könnte? .... Dass du es halt nicht so allein entscheiden und tun musst.

    Mehr kann ich dir dazu jetzt auch nicht schreiben!

    Ich hoffe, dass du es schafft, diesen großen Schritt zu tun.

    Jason

    von Jason, geschrieben am 2. Februar 2016.
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