Seit wann gibt es das Internet und wie ist es entstanden?

Vier Computer in den USA bilden das Arpa-NetAngefangen hat das Internet im Jahr 1969 mit 4 Computern, die in vier verschiedenen amerikanischen Städten standen und miteinander über das Telefonnetz verbunden waren. Man musste also nicht erst neue Leitungen zwischen den Computern legen.

In der Anfangszeit wurde das sogenannte Arpanet (ARPA ist die Abkürzung für "Advanced Research Projects Agency", die amerikanische Regierungsstelle, die maßgeblich an dem Aufbau des Inernet beteiligt war) noch nicht so stark genutzt.

Das änderte sich aber schnell, als etwas Neues erfunden wurde: die elektronische Post (E-Mail)!
Die elektronische Post hatte viele Vorteile: Sie war schneller als die normale Post, erheblich billiger als ein Ferngespräch und eröffnete für die Computerwissenschaftler die Möglichkeit, landesweit mit ihren Kollegen zu kommunizieren.

E-Mail AustauschViele Wissenschaftler in den amerikanischen Universitäten interessierten sich für die Möglichkeiten des Arpanets, denn sie wollten ihre Forschungsergebnisse untereinander austauschen. Also gründeten sie ihr eigenes Netzwerk und schlossen sich mit dem Arpanet zusammen. Das Ergebnis war das „Arpa-Internet“, ein Netz aus mehreren Netzen, die alle miteinander verbunden waren. Das Arpa-Internet bestand also nicht nur aus einzelnen Computern, sondern auch aus einzelnen Netzen!

Die Zeitreise der Internauten

Immer mehr Rechner weltweit sind miteinander verbunden

  • 1973 erfolgte der erste Schritt des Internet auf dem Weg zu einem weltweiten Medium: Eine Universität in London (England) hat sich dem Netz angeschlossen, und viele weitere Computer und kleine Netzwerke kamen hinzu.
  • 1977 waren schon etwa 50 Rechenzentren an das Arpa-Internet angeschlossen.
  • 1981 wuchs das Arpa-Internet durch technische Weiterentwicklungen und die Einigung auf bestimmte technische Standards immer weiter und wurde schließlich nur noch „Internet“ genannt.
  • 1983 waren dann etwa 200 Computer am Netz.
  • 1984 klinkte sich Deutschland ein: Die Universität Dortmund ging mit ans Netz!
  • 1989 erfand der englische Informatiker Tim Berners-Lee die Auszeichnungssprache HTML (über die man z.B. Verlinkungen angibt) und legte damit den Grundstein für das eigentliche World Wide Web.
  • 1990 wurde das Internet über die Universitäten hinaus öffentlich zugänglich gemacht und
  • 1993 wurde der erste Internetbrowser vorgestellt, der auch Grafiken und Bilder anzeigen konnte.

 

 

Startscreen vom ersten Netscape NavigatorDurch diese neuen Browser war das Internet auf einmal bunt, viel leichter zu bedienen und somit nicht mehr nur für Studenten oder Wissenschaftler interessant. Die Zahl der Internetnutzer explodierte. Immer mehr Menschen nutzten das Internet. Natürlich entdeckte auch die Wirtschaft das Interesse am Internet und bald gab es die ersten Werbebanner und kommerziellen Angebote. Schon bald gibt es auch die ersten Seiten speziell für Kinder im Internet:

  • 1997 startet die Kindersuchmaschine "Blinde-Kuh"
  • 1998 stehen auch die ersten Seiten im Internet, die später unter dem Namen "Kidsville" zu finden sein werden. Etwa zur gleichen Zeit startet auch die Suchmaschine "Google".
  • 2003 gründen die Kindersuchmaschienen "Blinde-Kuh" und "Milkmoon" zusammen mit der Online Zeitung für Kinder "Sowieso" und Kidsville die Initiative "Seitenstark". etwa gleichzeitig wird der Begriff "Web 2.0" für die immer mehr interaktiven Inhalte im Internet geprägt. Durch die neuen technischen Möglichkeiten stellen immer mehr Menschen eigene Inhalte ins Internet.
  • 2009 erscheint das neue Kidsville :-)

Heute: Ein Gewusel von Millionen Computern!

Bug mit kaputtem ComputerteilHeute vernetzt das Internet einen Großteil der Welt und man schätzt, dass etwa 1,7 Milliarden (also 1.700.000.000) Menschen regelmäßig online sind. Die meisten dieser Menschen kommen übrigens aus Asien. Auch in den USA und Europa nutzen sehr viele Menschen das Internet. In Afrika haben hingegen leider noch nicht so viele Menschen Zugang zum Internet. Mehr über die Verteilung des Internetzugangs kannst du in der Weltzeugkiste erfahren.

DatenstromDas Internet umfasst heute über 150 Millionen Internetadressen (Domains) und speichert Milliarden von Dokumenten. Man kann nicht mehr nur über Computer auf das Internet zugreifen, sondern auch über Telefone, Spielkonsolen oder Fernseher. Da ist es kein Wunder, dass man sich beim Surfen mal in dem weiten Datennetz verliert...