Giovannas Kidsville-Zeitung 9

Dienstag, 26. Juli 2016
Herausgegeben von Giovanna

Inhalt (Heute geht es um alle Armen Leute)

Erst eine lustige Geschichte als Empfehlung: Ampeln umarmt man nicht unter
Nachdenkliche Geschichten.
Und dann noch etwas sehr ernstes.
Übrigens nach den Ferien werde ich eine Geschichte besser gesagt einen Tagebuch von einen Flüchtling schreiben. Ihr müsst euch mal vorstellen dass ihr Flüchtlinge seit!!!! Spendet! Oder macht bei den Sternsinger mit! ( mache ich übrigens jedes Jahr auch). Liest bitte auch ein Gebet für alle die es brauchen (ernstes und nachdenkliches). Und liest gegen Nazis!

Flucht 1

von fairy tail

Der Nebel lichtete sich langsam und eine Gestalt mit einer Pistole nährte sich mir. Ich duckte mich rasch hinter einem Autofrack, doch der Mann hatte mich schon längst gesehen. Jetzt hieß es nur noch weglaufen, aber wohin? Nach Hause, wäre eine logische Erklärung gewesen. Aber wo war zu Hause? Nirgends! Für mich gab es kein zu Hause mehr, denn seit ein paar Tagen oder waren es Wochen oder sogar Monate, war ich mit meiner Familie auf der Flucht, vor der Terrorgruppe IS gewesen. Nun war es aber so dass ich alleine war. Alleine auf mich gestellt, denn meine Eltern wurden von der IS erwischt und getötet worden, ebenso meine Geschwister. Mein Körper spannte sich an, bereit zum Weglaufen, doch der Mann lief direkt an mir vorbei dabei warf er mir ein Beutel zu. Ein Beutel? Momentmal das war doch unser Feind. Trotz der Angst, die mir eigentlich sagte, denn Beutel nicht zu öffnen, weil da ja vielleicht irgendetwas Gefährliches oder so sein könnte. Aber ich schob vorsichtig meine Hand hinein und zog einen kleinen Zettel hinaus.

Cassie, woher ich deinen Namen weiß kann ich dir leider nicht sagen. Bessergesagt darf ich nicht. Es tut mir leid, was mit deinen Eltern passiert ist, doch ich durfte, ich konnte nichts dagegen tun. Glaube mir ich kannte deine Eltern und auch deine Geschwister und ihnen lag es nur am Herzen, dass du in Sicherheit sei würdest, deshalb hab ich aufgepasst, dass sie dich nicht erschießen. Deine Eltern waren Freunde von mir und sie wünschten sich nichts sehnlichster, als das du es schaffst in ein Land zu kommen, indem du in Sicherheit wärst. Daher baten sie mich dich aufzunehmen und in ein Flugzeug nach Italien zu schicken. Von dort wird eine Frau dich dann mit einem roten Tuch in der Hand begrüßen. Mit ihr wirst du dann als ihre Nichte Lale nach Deutschland fahren und zu einer Cousine von mir geschickt. Diese wird dich dann für ein paar Wochen aufnehmen u. dann sehen wir weiter.
Lg meinen Namen darf ich nicht sagen, tut mir leid!
Ps: Nennen wir mich einfach Carlos.

Heiße Tränen liefen mir über die Wangen. Er wollte mir wirklich einfach nur helfen.

Für die Flüchtlinge

von Kira

"Mama, was machst du da?", fragte die 11-jährige Eva, als sie in den Flur kam, wo ihre Mutter gerade zwischen einer Kiste mit Schuhen und einem Haufen Klamotten saß.
Die Mutter sah kurz hoch und erklärte "Ich miste unsere Sachen aus und was wir nicht mehr brauchen, spende ich an die Flüchtlinge."
"Ach so" antwortete Eva nachdenklich.
Auch ihr kleiner Bruder Stefan hatte es gehört. Er zog aus dem Kleiderberg einen blauen Pullover heraus und rief "Das ist doch meiner! Was machst du damit?"
Seine Mutter nahm den Pullover wieder und legte ihn zurück. "Der ist dir schon viel zu klein geworden."
Eva wollte wissen "Kann ich dir helfen, Mama?"
"Natürlich, geh doch mal in dein Zimmer und guck nach, ob du Kleidung findest, die dir nicht mehr passt." schlug ihre Mutter vor.
Eva liess sich das nicht zwei Mal sagen und ging schnell in ihr Zimmer, wo sie den Schrank öffnete und den Inhalt durchsuchte. Sie fand eine Jeans und ein paar Strumpfhosen, die ihr im letzten Sommer zu kurz geworden waren. Während sie die Sachen in den Flur brachte, überlegte sie: Habe ich wirklich nirgends mehr irgendwelche Sweatshirts, die zu klein sind?
Mama meinte "Guck auch mal in deine Sockenschublade, die quillt ja über! Du hast doch bestimmt Socken, die nicht mehr passen oder die du aus einem anderen Grund nicht mehr anziehen magst."
Eva fand die Idee gut. Es stimmte, dass sie unzählige Paar Socken besaß und nicht alle anziehen konnte. Sie fand tatsächlich mehrere Paar, die sie so gut wie nie trug. Allerdings waren auch ihre früher so geliebten Katzensocken dabei, die jetzt leider zu klein waren. Sollte sie dieses Paar nicht lieber aufheben? Allerdings hatte sie sie seit einem Jahr nicht mehr getragen und das würde sich bestimmt nicht ändern.
"Und die Flüchtlinge würden sich wirklich freuen." sagte Eva zu sich.
Sie beschloss schnell ein Foto als Erinnerung zu machen, weil sie die kuschligen Socken mit Katzenbildchen wirklich mochte.
Draußen im Flur mistete ihre Mutter mittlerweile den Schuhschrank aus. Stefan wollte am liebsten alle seine Schuhe behalten, egal ob sie passten oder nicht.
"Sieh mal, Stefan, die Flüchtlinge haben vielleicht gar keine Schuhe oder nur ein Paar. Und wir haben diesen ganzen Schrank voll mit Schuhen, von denen wir viele nicht brauchen." sagte Eva.
Stefan überlegte lange, dann meinte er "Na gut, dann können sie meine Schuhe haben"
Die beiden halfen ihrer Mutter, den Schrank auszusortieren.
"Es ist unglaublich wieviel Schuhe wir haben!" sagte Eva, als sie fertig waren. Sie hatten mehrere Paar Stiefeletten, jeweils zwei Paar Sandalen, Sneakers und Winterstiefel und dann noch Ballerinas und unzählige Paar Sportschuhe ausgemistet. Trotzdem war der Schuhschrank noch voll gefüllt. Der Karton mit Kleidung war bereits mit Kindersachen mehr als voll und daneben lag ein Anorak.
"Wie sollen wir das nur alles zur Sammelstelle tragen?" fragte Mama.
Dann halfen Eva und Stefan ihr, ihren eigenen Schrank auszumisten. Mama wuchs zwar nicht mehr und hatte deshalb keine Sachen, die ihr zu klein geworden waren, aber sie fanden ziemlich viel, was ihr nicht mehr gefiel oder was sie einfach nie anzog. Sie konnte mehrere Blusen und T-Shirt, ein paar Pullover, einige Hosen, einen Rock und ein paar kleinere Sachen wie Socken und Schals entbehren.
"Was ist mit Papas Sachen?" wollte Stefan wissen. "Der hat gestern schon ausgemistet. In der Kiste dort sind ein paar Hemden, Pullis und eine Hose." erklärte seine Mutter.
"Was machen wir jetzt mit den Sachen?" erkundigte Eva sich.
"Zuerst müssen wir sie irgendwie in Kartons bringen und morgen auf dem Weg zur Arbeit fahre ich sie zur Sammelstelle."
"Und die Leute dort bringen unsere Sachen dann zu den Flüchtlingen?" fragte Stefan weiter.
"Ganz genau." antwortete Mama.

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Diese Geschichte ist allen Flüchtlingen auf der Welt und Leuten, die ihnen helfen, gewidmet!!!

Ich habe sie geschrieben, weil ich mir wünsche, dass jeder Sachen spendet, die er nicht mehr braucht. Es ist so wichtig!

Die Menschlichkeit ist längst verloren

von Die Fee

Es war an einem warmen Nachmittag, als Maria mit ihrer Schwester ins Kino ging. Sie saßen drei Stunden in dem dunklen Saal. Als der Film vorbei war gingen sie eine dunkle Starße entlang. Sie waren eine Viertel Stunde unterwegs als sie plötzlich von einem alten und dünnen Mann angesprochen wurden. Er sagte, nein winzelte: ,,Bitte. Gebt mir etwas Geld oder was zu trinken und zu essen." Doch die beiden lehnten mit einer Handbewegung ab. Sie hatten zwar noch fünf Euro, wollten es aber für den nächsten Tag behalten.
Als sie zu Hause ankamen legten sie sich ihne ein schlechtes Gewissen hin. Eine halbe Stunde später gingen drei andere Teenager an dem Mann vorbei. Er hielt die Hand auf und fragte wieder. Doch die Teenager überhörten ihn. Nicht weil er so leise war, nein sondern weil sie ihn nicht hören wollten.
Als sich das jeden Tag so abspielte hörte Maria eine Woche später in den Nachrichten: Ein alter Bettler ist in der letzten Nacht wegen Hunger und Durst in der Seitengasse neben dem Stadtkino gestorben.
Da frag ich mich wo ist die Menschlichkeit dieser Menschen geblieben.