Der Tagespropht (Lesen1)

Donnerstag, 26. Mai 2016
Herausgegeben von Paul

In der Gruselburg 2

von Mika

Ja, entschied ich. Ich werde mich trauen! Doch es war gruseliger als befürchtet. Als ich die Leiter herunterkletterte, knarzte sie leise. Und unten angekommen, hörte ich einen Uhu. Plötzlich flog etwas direkt vor meiner Nase längs. Ich spürte den Luftzug. Eine Fledermaus! Mit leisen Schritten näherte ich mich dem Waldrand. Denn auf einer kleinen Lichtung im Wald stand die Burg. Als ich dort war, hatte ich ziemlich Angst. Einer Legende nach lebte hier damals ein großer Herrscher mit seiner Tochter Sophie. Sophie verliebte sich in einen Dorfsjungen. Er hieß Artur. Die beiden waren lange zusammen, bis Artur an der Pest erkrankte und starb. Sophie (...) [starb daraufhin auf tragische Weise auch]. Und vor Gram und Trauer zog der Herrscher aus der Burg aus. Jetzt steht sie leer. Es heißt, die Seelen von Artur und Sophie spuken noch immer in der Burg. Allerdings glaube ich nicht an so einen Quatsch.

In der Gruselburg 3

von Mika

Tja, auch wenn ich nicht daran glaube, ist mir trotzdem unheimlich zumute. Irgendwie sind diese ganzen Geräusche gruselig...
Was war das? Ach, jetzt bilde ich mir auch schon Sachen ein! Oder war da gerade eben echt das Heulen eines Geistes zu hören? Man, Toni, deine Fantasie geht jetzt echt mit dir durch!
Ist doch egal! Auf jeden Fall gehe ich jetzt weiter zur Burg.

Gerade eben bin ich an diesem "Schloss" angekommen. Ich glaube, ich gehe hinein; obwohl es schon lange einsturzgefährdet ist. Meine Güte, bin ich aufgeregt! Habe ich mir nicht geschworen, mutig zu sein? Grrr...
Oh Gott, jetzt bin ich drin! In dieser unheimlichen Burg! Okay, ich werde das schaffen! Und plötzlich, da...

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Dieser Teil ist vor allem an Dema gerichtet!

In der Gruselburg 4

von Mika

Zu dieser Serie "In der Gruselburg" gibt es auch noch ein Gedicht mit dem gleichen Namen von mir!

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...kam unglaublicherweise eine blasse Gestalt durch die Wand durch geschwebt. Und ich sah die spitzen Eckzähne. Ein Vampir! Ich wusste, das ich ein gewaltiges Problem hatte. Und das ich mehrmals schluckte, half mir leider auch nicht weiter. Ich saß in der Klemme! Langsam, ganz langsam, kam der Vampir auf mich zu. Ich drückte mich fest gegen die Wand. Seine auffällig neongrünen Augen durchbohrten mich mit einem eiskalten Blick. Ich konnte nicht hin, aber auch nicht weg sehen. Der lange, schwarze Umhang, der ihm um die Schultern hing, wehte im Durchzug. Er hatte weinrote, wild vom Kopf abstehende Haare. Seine teilweise gelben Zähne blitzten durch sein hämisches Lächeln. Starr vor Schreck war ich in mich zusammengesunken. Ich wollte rennen, doch ich konnte nicht.

In der Gruselburg 5

von Mika

"Du bist mir voll und ganz ausgesetzt!", lachte er dunkel.
Oh mein Gott, dachte ich. Das Blut gefror in meinen Adern. Dann kam er immer näher auf mich zu. Ich nahm all meinen Mut zusammen und fragte: "Wieso kann ich nicht gehen? Meine Beine bewegen sich nicht!"
Doch der Vampir, der etwa 13 - 14 Jahre alt war, ging nicht auf mich ein. Ich versuchte weiterhin, wegzurennen. Vergebens! Dann war er bei mir angekommen. Langsam öffnete er seinen Mund. Ich sah seine langen Eckzähne und schloss die Augen. Ich spürte, wie sie an meiner Haut ankamen. Dann bohrten sie sich in meine Schulter hinein. Der Schmerz durchfloss meinen ganzen Körper. Ich schrie auf. Doch die Zähne waren schon tief in meiner Haut drin. Nach ein paar Sekunden waren sie noch immer tief drin. Minutenlang verharrten wir so. Dann zog der Vampir seine Zähne langsam und fürterlich schmerzhaft heraus. Dann leckte er sich die Lippen. Plötzlich konnte ich wieder wieder rennen. Ich war keinen Meter gekommen, da drückte der Vampir mich gegen die Wand. Er drückte genau an der Stelle, wo er mich vorhin gebissen hatte. Ich schrie wieder auf. Er sog noch ein letztes mal kräftig an def Wunde und verschwand in der Dunkelheit. Ich sank bewusstlos zusammen.