Literaturmagazin

Montag, 28. Mai 2018
Herausgegeben von Smily

Jetzt öfter!

Aufgrund der hohen Leserzahlen wird es das "Literaturmagazin" öfter geben.

Diamantgreen - Kapitel 1

„Was? Ich ….“, dachte ich panisch. Instinktiv rannte ich aus der Kirche. Als ich draußen war sah ich das brennende Haus. Es war das Lagerhaus von Bauer Meier, dem größten (und einzigen) Kornlieferanten des Dorfs. Wenn das Haus samt dem Korn abbrennen würde oder sogar Bauer Meier... Das wäre der Untergang des Dorfes! Einige rannten panisch umher und gackerten wie Hühner( vielleicht waren es auch Hühner, wer weiß das schon) Andere versuchten eine Brandkette zu bilden (teilweise auch allein, so ein Kandidat bin ich normalerweise auch) Andere standen, wie ich, herum und fragten sich was sie machen sollten. Andere schrien „Haltet euch an die Feuerschutzbestimmungen“; „Holt die Feuerlöscher“ und anderes wirres Zeug. Plötzlich zog mich Herbert in die „größte“ Brandkette und hielt mir einen Eimer voller Wasser hin: „Hier, gib das weiter. Und zwar schnell!“ Ich überlegte mir, ob das so schlau war weil das Wasser zischte und Löcher in den Eimer brannte, gab ihn aber trotzdem weiter.
„EMIS!!!! Lass den Quatsch! Bete lieber für das Dorf!“ , befahl mein Vater, der plötzlich neben mir auftauchte. „Beten? In dieser Lage? Der Junge bleibt hier! Ist das klar?“, entschied Herbert, der plötzlich noch größer und stärker wirkte als sonst. „Gut, Herbert. Aber du wirst deinen Fehler bereuen. Budiati wird dich bestrafen!“, schrie er und stapfte davon.

Nach einiger Zeit schienen wir das Feuer langsam eingedämmt zu haben. Das schienen auch die anderen Helfer zu bemerken. Leider strengten sie sich nicht noch mehr anzustrengen, sondern verließen einer nach dem anderen die Brandkette. Herbert schrie ihnen verzweifelt nach: „Bleibt! Wir haben das Feuer noch nicht gelöscht! Ach wisst ihr was? Macht doch was ihr wollt!“ Nun waren in der Kette nur noch ich, Herbert und die beiden Kinder von Herbert. (Ich glaube, wenn sie gegangen wären, hätten sie ewigen Zimmerarrest gekriegt) Plötzlich kam mein Vater und zog mich nach Hause. Er sagte sehr viele Wörter, die ich nicht in einem Buch abdrucken kann, aber es waren so Wörter wie „ewiger Zimmerarrest“, „hirnloser Quatsch“ und natürlich „lieber beten“. Herbert sah ganz verzweifelt, während es hinter ihm „Fosch“ machte und das Feuer wieder die Oberhand über das Haus gewann.

Nach einigen Minuten erfuhr ich, dass das Haus mitsamt den Kornvorräten abgebrannt war. Jeder beschuldigte jeden. Es waren so Sätze wie „Ihr, seid ja nicht Beten gegangen!“ und „Ihr, habt ja beim ersten Entwarnungszeichen verschwunden!“ Plötzlich machte es „Kracks“ und die Tür wurde eingetreten…

Kapitel 2

Alle sahen wie auf Kommando verwundert zum Tor. Dort stand ein riesiges schwarzes Wesen, das eine Krone trug. Es war mindestens so hoch wie eins unserer zweistöckigen Häuser. Überall an seinem Körper wuchsen Kristalle in allen Farben. Mein Vater sah auf einmal sehr erschreckt aus: „Da, da... Da ist das Monster aus den Sagen!“ Das hätte er besser nicht sagen sollen. Alle (einschließlich ich) rannten panisch herum.
„Ruhe!!! Wir wollen euch erklären, warum wir euch töten und das Dorf abbrennen müssen“, schrie das Monstrum mit rauer, tiefer Stimme.
Ich dachte gleichzeitig „Ahhh!!! Wegrennen!!!“ und „Das hat sie garantiert nicht beruhigt.“
Die Dorfbewohner dachten wahrscheinlich nur das Erste. Das riesige Monster lachte und rief: „Ich bin der Diamondfürst. Ich - nein – wir werden euch vernichten. Bleibt ja nicht ruhig, dass würde meinen Untertanen ja den Spaß verderben! Muhihihi!“ Zuerst dachte ich, der ist doch verrückt. Da sind doch gar keine Untertanen. Doch dann trat er zur Seite und ich sah mindestens hundert Monster, die genauso aussahen wie ihr Anführer, außer dass sie keine Kronen trugen und wesentlich kleiner waren (sie waren so groß wie ein Erwachsener). Ich erkannte auch Monster, die so groß war wie ich. Waren das die Kinder? Jedenfalls schrien fast alle Dorfbewohner „Hilfe!“ oder „Mami!“. Einige Draufgänger schrien auch „Zum Angriff!“. (Ratet mal, welche Gruppe später als erstes starb) Die Monster schrien natürlich Letzteres. Nach wenigen Sekunden griffen die Monster an. Die erste menschliche Gruppe rannte um ihr Leben. Die zweite griff die Monster mit ihren Arbeitswerkzeugen an.Teilweise waren das gefährliche Sachen, wie zum Beispiel bei einem Bauern eine Mistgabel. Nur bei dem Buchhändler war es lächerlich. (Wer fürchtet sich schon vor einem Buch) Ich versuchte mich der ersten Gruppe anzuschließen, doch meine Füße klebten am Boden fest. Eines der kleineren Monster lachte: „Na, Schiss?“
Ich wollte ihn gerne anschreien: „Greif mich doch an, du Feigling! Traust du dich? Traust du dich?“ Doch es ging nicht. Ich konnte mich nicht bewegen. Ich konnte nicht sprechen. Ich konnte gar nichts tun. Plötzlich ging mir auf, dass es aussichtslos war. Niemals konnte ich dieser Horde von Ungeheuern entfliehen. Da hörte ich meine Mutter schreien, während sie von zwei Monstern überwältigt wurde: „Lauf, Emis. Nutze die Chance. Renne zum nächsten Dorf. Argh!!! Mit diesen Worten fiel sie tot zu Boden. Plötzlich konnte ich mich wieder bewegen. Wie von einer fremden Kraft kontrolliert rannte ich durch zahlreiche Scharmützel (Eigentlich waren es keine richtigen Kämpfe. Die Dorfbewohner rannten immer weg und die Monster töteten sie) Seltsamerweise wich ich den zahlreichen Angriffen aus. Als ich gerade aus Dorftor lief, wusste ich wo ich (war das ich?)hinlief. Hier gab es ein großes Loch mitsamt einer Höhle im Boden. Und tatsächlich sprang ich in dieses Loch. Jetzt konnte ich meinen Körper wieder ganz normal bewegen. Ich sprintete in die Höhle und kauerte mich im hintersten Winkel hin: Dann brach ich zusammen.