Lernen

Dienstag, 22. Mai 2018
Herausgegeben von 9???

Tipps und Tricks zum richtigen Lernen

von Liesa

Das neue Schuljahr hat (jedenfalls für einige Bundesländer) begonnen und bald schon stehen die ersten Tests und Arbeiten an.
Im Rettungsboot schrieb Lizi am 12. August: „[Ich wollte] euch mal fragen: ob ihr irgendwelche Tipps zum Lernen habt. […] Vielleicht finden hier auch noch andere Kinder gute Tipps…“
Und da ich mir dachte, dass in der Bibliothek ja vielleicht noch mehr Leute die Artikel lesen, es außerdem für mich leichter zum Formatieren ist und drittens meine Vorlage aus der Schule über mehrere DinA4-Seiten geht (was so viel heißt, als dass es viel ist), habe ich beschlossen, dass ich bis zur Öffnungszeit von Kidsville warte und dann hier veröffentliche.

Hier kommen also einige (hoffentlich gute) Tipps und Tricks zum Lernen.

Für mich selbst ist das ganze eine Art Experiment oder Übung zum Strukturieren von Sachtexten, also macht mich ruhig auf Fehler oder ähnliches aufmerksam!

1. Zunächst einmal ist es wichtig, den eigenen Lerntyp zu kennen. Menschen sind sehr unterschiedlich und meist sind wir alle Mischtypen, aber man kann grob folgende Richtungen unterscheiden:

a) Der Hörtyp:
Wie der Name schon sagt, lernt er am besten, indem er sich den Lernstoff anhört. Wichtig ist hier, dass man keine ablenkenden Geräusche hat. Es hilft, sich Texte laut vorzulesen oder vorlesen zu lassen.

b) Der Sehtyp:
Dieser Typ lernt am besten, indem er sich Texte durchliest. Hier ist es hilfreich, sich wichtige Informationen zu markieren (z.B. durch Unterstreichen oder Anmarkern mit dem Textmarker).

c) Der Schreibtyp:
Lernt am besten durch Abschreiben (das entschuldigt aber keine Hausaufgaben-abschreib-aktionen! Man lernt trotzdem besser wenn man selbst denkt! Aber dazu später mehr). Hier ist es sinnvoll, sich eine Art Spickzettel zu machen (den man selbstverständlich nur zum Lernen benutzt, nicht für die Arbeit selbst), bei dem man überlegt, wie man die wichtigen Informationen mit möglichst wenig Worten möglichst verständlich aufschreibt. Bei Vokabeln ist es sinnvoll, mindestens alle Vokabeln, die man nicht kann, auf Karteikarten oder in ein Vokabelheft zu schreiben.

d) Der Bewegungstyp:
Steckt eigentlich in den meisten ein bisschen, weil das Gehirn besser arbeitet, wenn der Körper durch Bewegung zu mehr Sauerstoffaufnahme angeregt wird. Es ist hilfreich, sich beim Lernen zu bewegen, am besten an der frischen Luft. Wie wäre es zum Beispiel, einen Spaziergang zu machen, bei der man an jeder Straßenlaterne eine Vokabel aufsagt? (Waldspaziergänge für diese Idee mangels Laternen ausgenommen! ;P) Allerdings sollte man ein Gebiet nehmen, was man ganz gut kennt, weil man sich sonst zu schnell ablenken lässt. Auch hilfreich sind für eine solche Aktion Springseil, „Saturnball“ (dieser Hüpfball mit dem Plastikteil Drumherum, auf dem man steht) oder anderes Bewegungsspielzeug.

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2. Die Grundlagen für erfolgreiches Lernen

a) Frühzeitig anfangen

->Schreibe dir am besten einen Lernplan – und halte dich dann auch dran! ;)

->Fange möglichst früh vor der Arbeit mit Lernen an, am besten zwei Wochen, und lerne möglichst regelmäßig.

->Über die Woche(n) verteilte Lernabschnitte von ca. 15-20 min sind besser als einmal zwei Stunden.

->Besonders in Fremdsprachen und schwierigen Fächern sollte, auch wenn kein Test ansteht, öfters mal gelernt werden. So kann man auch verhindern, dass man den Anschluss verliert und gar nichts mehr versteht.

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b) Portionsweise und abwechslungsreich lernen

->Lerne nicht zu lange am Stück, sonst kannst du dich am Ende nicht mehr konzentrieren und dann bringt es mehr, z.B. eine kurze Runde zu joggen oder zu skaten und danach weiter zu lernen. Am besten sind Lernabschnitte von ca. 30 min (ist aber von Mensch zu Mensch verschieden). Des Weiteren sind viele kurze Pausen besser als wenige lange.

->„ähnlich gelernt ist dämlich gelernt“: man sollte nicht zu viele zu ähnliche Dinge hintereinander lernen, damit es hinterher nicht zu Verwechslungen kommt.

->Verschiedene „Eingänge ins Hirn“ nutzen: Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass man besser lernt, wenn der Stoff auf verschiedenen Wegen gleichzeitig oder abwechselnd aufgenommen wird. Besonders bei „Lerntypmischtypen“, aber auch bei anderen Menschen, hilft am besten laut vorlesen, weil man den Stoff hier gleichzeitig liest, spricht und hört. Oder man spricht beim Schreiben laut mit.

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c) Gezielter Lernen

->Eine Methode ist es, sich eine Übungsarbeit zu schreiben, diese unter echten Bedingungen zu schreiben (bitte deine Familie, dich mal für eine bestimmte Zeit, die du dir als Ziel setzt, in Ruhe zu lassen und räume deine Schulbücher und –Mappen vom Tisch). Anschließend kannst du sie überprüfen oder auch überprüfen lassen und die Sachen, die dir schwer fielen, nochmal üben.

->Insbesondere in Fremdsprachen, wo die Arbeiten ja alle meist ähnlich aufgebaut sind bzw. die gleichen Fähigkeiten abgefragt werden, kannst du auch „echte“ Arbeiten anschauen, analysieren, wo die Fehler lagen und speziell diese Bereiche üben.

->Viele Lehrer geben genau darüber Auskunft, was in der Arbeit drankommt. Nutze diese Chance! Du kannst auch beim Lehrer nachfragen, wenn er von sich aus nichts sagt.

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d) Der richtige Arbeitsplatz

->Bevor du mit dem Lernen beginnst, solltest du dir deinen Arbeitsplatz einrichten. Das solltest du dabei beachten:

->Der Tisch sollte möglichst leer sein – insbesondere Freizeit- und Spielsachen solltest du zur Seite räumen, damit du dich nicht ablenken lässt.

->Hole dir schon vorher alles was du brauchst! Sonst musst du zwischendurch nochmal aufstehen und das ist aus diversen Gründen ganz schlecht. Zum einen hast du bestimmt keine Lust darauf und zögerst es heraus, sodass du nicht richtig weiterkommst (ist bei mir so) und zweitens lässt du dich ganz schnell ablenken. Sei es, dass dein Blick auf ein Buch fällt, auf ein Zeichenheft, auf den Kühlschrank, Computer, Smartphone (besonders gefährlich!!!), Fernseher (besonders gefährlich, wenn er eingeschaltet ist)…

->Das richtige Licht: Licht ist ein entscheidender Faktor, was die Konzentration betrifft. Falls du eine Tischlampe nutzt, wird empfohlen, sie bei Rechtshändern links und bei Linkshändern rechts hinzustellen, damit man beim Schreiben den Text besser erkennen kann, der sonst noch im Schattenbereich der Hand wäre. Außerdem kann dieser Schatten das Hirn ablenken. Ansonsten ist der beste Platz vorm Fenster, wo Tageslicht von vorne kommt. Aber für abends geht natürlich auch eine Deckenlampe, wobei hier das Problem ist, dass das Licht dann meist von hinten kommt, wenn der Schreibtisch an der Wand steht.

->Keine Störungen: Schalte dein Handy auf leise und lege es am besten gaaanz weit weg, sodass du ja nicht in Versuchung kommst, es in die Hand zu nehmen! Benutze einen Taschenrechner und ein analoges Wörterbuch, falls du eines brauchst, damit du dich nicht ablenken lässt.

->Auch der Rest der Umgebung sollte möglichst leise und reizarm sein. Falls du laute Geschwister hast, die im Wohnzimmer spielen, ziehe dich am besten irgendwohin zurück, wo du ungestört bist. Vermeide laute Rockmusik. Ob andere Musik beim Lernen hilft, ist sehr umstritten. Im Zweifelsfall verzichte lieber darauf. Was aber bestimmt hilft, ist, wenn du selbst einen Song schreibst, in dem du den Lernstoff vertonst :)

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So, ich denke, ihr habt jetzt genügend Informationen, um euch auf die nächsten Arbeiten vorzubereiten. :) Ich wünsche euch viel Erfolg!

Man liest sich,
Liesa

Wie ich lerne

wusstet ihr dass man auch mit Videos lernen kann? Geht einfach auf YouTube und gibt Projekt sie mal ein Jahr werdet vielen Videos finden. Leider darf ich keine Namen nennen aber so macht es auf jeden Fall mehr Spaß