Schwerer Schmerz! Das Ende

von Cara, 11 Jahre


 

Am Tatort angekommen, sah ich leider, leider ganz viele Leute, die den Tatort identifizierten und untersuchen und und und…
Da sah ich in einer Ecke einen Jungen mit zwei Erwachsenen. Der Junge war Jan. Da war ich mir sicher, denn ich habe ein Foto von einer seiner Sieger-Ehrungen gesehen. Dann waren wohl die Erwachsenen die Eltern, die Quäler.
Ich ging hin und sagte „Hallo!“ und die Drei schauten mich verdutzt an.
Dann sagte ich zu Jan: „Hallo, ich bin die Julia. Wir haben telefoniert!“
Jan nickte und gab mir die Hand: „Ah, hallo schön dich kennen zu lernen. Wenn ich vorstellen darf… meine Eltern!“
Ich gab auch den Beiden die Hand und fragte Jan, was er denn hier machen würde. Da antwortete er nur, dass er sehen wollte, wo es passiert ist. Außerdem hätte er eine Rose für sie abgelegt.
Eine Rose.
Und da kam mir ein Gedanken, aber den hatte ich sofort wieder verdrängt oder stimmt es?
Ich nahm Jan zur Seite und fragte, ob er mit mir ein Stück gehen wolle.
Er antwortete mit „Ja“, aber sein Vater murmelte böse: „Jan, zehn Minuten - nicht länger! Du muss doch noch üben, klar!“ „Ja klar, Papa!" antwortete Jan.
Wir gingen am Tatort vorbei und er fing an zu reden, ohne dass ich ihn was gefragt hatte. Er erzählte, dass er es nicht mehr aushalten könnte. Sie verbieten ihm alles.
„Ich darf noch nicht mal eine Beziehung führen!“
Eine Beziehung?
Mit wem denn?
Ich fragte ihn auch und da schaute er mich verwundert an. Und ich wusste, dass ich Recht gehabt hatte!
Er antwortete: „Du weißt es nicht? Ich war mit Lea zusammen. Ich habe sie geliebt und ich liebe sie immer noch!“
Da blieb ich stehen und fing an zu weinen.
Ich weinte um Lea, ich weinte um Jan, ich weinte um die Lügen, ich weinte und konnte nicht mehr aufhören. Jan stand da und versuchte mich zu trösten!
Nach vielen Minuten konnte ich nicht mehr und keine Träne tropfte mehr aus meinem Auge.
Ich stand da und schaute Jan an. Ich überlegte knallhart und dann kam mir der Gedankenblitz und ich fragte Jan, ob seine Eltern Lea nicht mochten und er antwortete: „Natürlich nicht!“
Diesmal schaute er mich verdutzt an.
Er murmelte: „Du glaubst doch nicht etwa, dass es meine Eltern waren?“
Und ob ich das glaubte!
Und ich wusste auch, wohin sie wollten. Sie wollten zu Frau Jakobs, um auch an ihr die Wut aus zulassen, denn sie hat doch auch Lea unterrichtet Frau Jakobs mochte Lea lieber, ganz klar. „Sie muss dafür büßen…“, denken jetzt sicher die beiden Folts!
Man bin ich blöd.
Ist doch logisch, die Eltern waren eifersüchtig und wollten, dass der Sohn der Beste wird und daher musste Lea weg.
Da Frau Jakobs eine gutmütige Frau war, hat sie sicher die Folts angerufen, um sie zu trösten. Dabei ist ihr sicherlich raus gerutscht, dass Lea die Beste war und nicht ihr Sohn.
Mein Gott!
Wir müssen zur Musikschule.
Jan und ich rannten los. An der Musikschule stand wirklich das Auto von den Folts. Ich sagte zu Jan, dass er mir sein Handy geben sollte. Das tat er auch und ich rief die Polizei an und erzählte alles in der Kurzform.
Sie würden gleich kommen, aber so lange konnte ich nicht warten
Frau Jakobs darf nicht auch noch sterben!
Ich rannte rein und bog sofort zum Chorsaal ab, aber Jan hielt mich auf. Er zeigte mir eine Treppe und die führte nach oben zu einer Plattform, wo man den ganzen Chorsaal aus sehen konnte.
Wir liefen hoch und wirklich… unter uns war Herr Folts und Frau Folts. Sie standen in der Ecke. Herr Folts hielt Frau Jakobs umklammert. Frau Jakobs versuchte zu schreien, was ihr aber nicht gelang.
Herr Folts sagte, dass sie ein Schwein sei, genauso wie Lea und dass auch sie sterben müsse, weil sie nicht das große Talent von Jan so gefördert hat wie bei Lea. Es war nicht mit anzusehen. Er redete nur über Jan. Das er der Beste wäre und er zog ganz langsam eine Schnur aus seiner Hose raus. Ganz langsam und ich hatte damit zu tun, Jan aufzuhalten, damit er nicht laut los schreien und runter rennen würde.
Plötzlich riss der Mann das Band raus und wickelte es um Frau Jakobs. Sie saß kläglich da und wusste, dass sie sterben musste, wenn kein Wunder passiert.
Er sagte: „Jetzt wirst du sterben, genauso wie Lea und du wirst ihr folgen. Vielleicht wissen Sie dann, dass mein Sohn der beste Sänger aller Zeiten ist!“
Dann fing er an, an der Schnur zu ziehen und unser Augenblick war gekommen.
Jan und ich sprangen auf und Jan rannte runter und.
Herr Folts ließ locker und schrie: „Jan, was tust du hier? Geh! Du sollst gehen! Du wirst jetzt der Beste sein! Ich verspreche es!“, und er zog wieder!
Da kam ich und trat ihn von hinten in den Rücken. Er brach zusammen, aber rappelte sich sofort auf!
Doch Frau Jakobs konnte sich losreißen.
Aber dann kam noch Frau Folts. Frau Folts hielt Jan fest, der mir eigentlich zur Hilfe eilen wollte.
Jetzt standen wir uns gegenüber. Ich trat mit voller Wucht gegen Herrn Folts, doch er war drauf vorbereitet.
Er blieb stehen und trat mir ins Gesicht. Ich merkte, dass mir Blut runter lief, aber das war mir egal.
Hauptsache, ich bekomme ihn… den Mörder meiner besten Freundin.
Er fing an mich an zu schreien: „Du, du Drecksvieh. Du kommst auch noch weg. Davon kannst du ausgehen, oder was glaubst du? Bist du Sherlock Holmes, der jeden Mord aufdeckt? Nein, bis du nicht. Wenn ich du wäre, hätte ich mir früher überlegt, ob das so gut war, einem Mörder zu stellen, denn schließlich könnte ich dich ja auch umbringen…“
Da schrie auf einmal eine klägliche Stimme: „Dad, was soll das? Du kannst doch nicht einfach jeden ermorden, der dir in die Quere kommt! ich wollte Musik machen, aber mit fairen Mitteln und nicht mit so unfairem Zeug, wie du das jetzt machst! Du bist kein Mensch. Du bist ein Quäler! Ein Mörder! Ein Verderber! Ich hasse dich du hast meine Liebe sterben lassen und wenn du jetzt nicht ins Gefängnis kommst, werde ich dich eigenhändig umbringen, denn ich will mit keinem Mörder verwandt sein!“
Dann kam die Polizei.
Ich brach zusammen.
Ich hatte es geschafft.
Ich hatte den Mörder meiner Freundin gefasst
.Die Polizei staunte, als ich es ihnen alles erzählte, aber es fiel mir schwer, sehr schwer.
Ich hatte Schmerzen, schwere Schmerzen und die teilte ich mit Jan.
Jan ist jetzt zu uns gezogen, weil seine Eltern ins Gefängnis kommen.
Das Leben geht weiter, aber ich habe immer noch einen tiefen Schmerz in meinem Herzen, denn Lea ist gestorben, weil sie zu gut war!

Das war mein zweiter Krimi und ich hoffe, er ist mir gelungen! Ich würde mich über eure Kommis freuen, denn ich würde gerne wissen wie ihr ihn fandet! ;) Cara

 

 

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