Die Schuldetektive (Teil 7)

von Mimm, 10 Jahre


 

Am nächsten Morgen wachte Mia auch ohne Wecker auf. Neben ihr lag ein Briefumschlag. "Komisch", dachte sie. "Wer schreibt mir einen Brief, ohne Absender und ohne ihn in den Briefkasten zu werfen? Mama hat bestimmt nicht so früh im Briefkasten nachgeguckt", dachte sie laut. Als sie zu Ende gedacht hatte, gab es nur noch eine Frage: „Was steht in dem Brief?"
Schnell zeriss Mia den Umschlag und hielt dann einen Zettel in der Hand. Auf ihm stand: „Forscht nicht weiter über den Vorfall, den es in der Schule gab! Sonst wird es kein Happy End für euch geben!"
Eigenartig. Am besten, ich nehme den Brief mit in die Schule. Dann kann ich ihn auch Ria und Lia geben. Wie viel Uhr haben wir eigentlich? Mia drehte ihren Kopf langsam in Richtung Uhr. Als sie sah, wie spät es war, sprang sie erst mal ganz schnell aus dem Bett, putzte sich die Zähne, wusch sich, kämmte sich das Haar, zog sich an, warf sich den Schulranzen über die Schultern und nahm sich noch schnell einen Apfel aus der Obstschale.

In der Pause sagte Mia: "Bei mir zu Hause hab ich etwas ganz merkwürdiges gefunden..." Als Mia zu Ende erzählt hatte, guckte sie die beiden an und fragte: "Was haltet ihr davon?"
"Ich finde, wir sollten trotzdem mit unseren Ermittlungen weiter machen. Die Person will uns einfach nur abhalten. Und wenn wir uns wirklich davon abhalten lassen, dann hat die Person doch genau das erreicht, was sie wollte! Und das dürfen wir nicht zulassen!", sagte Ria in einem ungewöhnlich energischem Ton
"Wisst ihr, was ich merkwürdig finde?", fragte Lia. "Findet ihr es nicht auch merkwürdig, dass die Person so schnell herausgefunden hat, dass wir diesem Fall nachgehen? Ich finde das sehr merkwürdig."
"Ich auch", flüsterte Mia. "Schließlich haben wir doch ganz leise darüber geredet und nur den Direktor befragt. "Eine kleine Weile war es still. Aber Ria brach diese Stille, indem sie sagte: "Da gibt es nur 3 Möglichkeiten. Die eine könnte sein, dass der Direktor sich ausgeplappert hat, indem er es vielen seiner Mitmenschen oder denen erzählt hat, mit denen er sich unterhalten hat. Die 2. Möglichkeit wäre, dass wir uns zu sehr verdächtigt oder laut verhalten haben."
"Und die 3. Möglichkeit?", fragte Lia.
"Die 3 Möglichkeit wäre, dass uns jemand belauscht", sagte Ria. Automatisch drehten sich alle drei um und scannten ihre Umgebung. Doch sie hatten niemanden im Auge, der sie vielleicht belauschen könnte.
"Was wollen wir jetzt machen?", fragte Mia
"Wir könnten uns den Brief doch genauer angucken", schlug Lia vor. Ihr Vorschlag wurde angenommen. Sie fanden heraus, dass die Schrift sehr fein und ordentlich war. Also musste jemand, der sich dafür Zeit genommen hatte, ihn geschrieben haben. Aber noch etwas. Der Umschlag (den Mia sicherheitshalber auch mitgenommen hatte) enthielt einen gelben Stofffetzen. Weiterhin fanden sie heraus, dass der Brief hier in der Schule geschrieben sein musste. Der Grund war, dass der Stift der benutzt wurde, einen sehr starken Grauton hatte. Und diese Stifte gab es nur hier in der Schule.
"Ich würde vorschlagen, jeder von uns befragt eine andere Person", schlug Ria vor. "Dann wäre es nicht so auffälig."
"Okay. Dann müssen wir nur noch feststellen, wer welche Person befragt", sagte Lia.
"Also, wer möchte Frau Lübich befragen?", fragte Mia.
Ria meldete sich. "Vielleicht wäre es auch besser, wenn ich sie befrage, weil ich sowieso ganz oft in der Bibliothek bin", sagte sie.
"Dann würde das auch nicht so auffälig wirken, wie bei Mia, die fast nie in der Bibliothek war."
"Dann machen wir es so", stimmte Mia ein.
"Wer will Herrn Wiedke befragen? Also ich selber würde mich nehmen, weil ich sowieso kein großes Ass in Geschichte bin und befrage ich ihn nebenbei, während ich auch nach den Hausaufgaben frage, weil ich sie angeblich nicht so kapiert habe. Das wird er mir schon abkaufen", sagte Mia und grinste dabei auch noch.
"Dann werde ich den Hausmeister - wohl oder übel – befrgaen", seufzte Lia. "Wenigstens habe ich schauspielerisches Talent und kann ihn dann vielleicht überführen, falls er es war."
"So machen wir`s", stimmte Mia mit ein.

Forsetzung folgt!!! Im nächsten Teil werdet ihr übrigens nur erfahren, wie die Befragung für Mia anfängt (und natürlich endet).

Bis dann!

 

 

3 Kommentare bisher