Der letzte Zeuge! (Teil 1)
von Cara, 11 Jahre
Eigentlich bin ich normal, eigentlich. Ich, Mia Sonnental gehe in die 6b des Fritz-Sommer-Gymnasium, lese gerne Krimis und liebe das Skateboardfahren. Außerdem liebe ich alles, was mit Tomaten zu tun hat. Ich könnte 'ne ganze Tube Ketchup verschlingen. Das hört sich jetzt verrückt an, aber eigentlich sind alle verrückt, sicher auch du, du hast sicher auch irgendetwas, wo du echt verrückt spielst, z.B. unser Nachbar. Er gießt jeden Tag seine Blumen, auch wenn es regnet und liest ihnen eine Geschichte vor, 'damit sie schneller wachsen', meint er. Oder unsere Lehrerin Frau Mies - ach so der Name ist Programm, aber das ist 'ne andere Geschichte – auf jeden Fall hat sie einen Tick für ihre Fingernägel. Sie feilt sie sogar im Unterricht und später liegt dann der ganze Rest auf dem Pult.
Ich habe noch zwei Geschwister und zwar Max, der ist 14 und der Schwarm an der Schule. Alle sprechen mich schon an, wie das so ist mit einem Typen wie ihm verwandt zu sein. Ätzend, so welche Menschen hasse ich, aber da ist meine große Schwester nicht anders. Sie ist 16 und sieht aus wie 'ne Barbie. So was könnte mir nie passieren. Ich laufe mit Chucks, Jeans und normalen T-Shirts rum, und das regt Nadine wirklich auf. Sie sagt immer: „Wie kann denn nur so ein Mädchen zu unserer Familie gehören, da schäme ich mich".
Meinen Eltern ist das egal. Meine Mutter ist Kindergärtnerin und hat mich aufgezogen. Mein Dad ist Koch und arbeitet in einem Lokal. Tja, das ist mein normales Leben. Eigentlich überhaupt nicht spannend, hätte ich vor einer Woche gesagt. Aber jetzt hat es sich geändert. Ihr wollt wissen, warum? Na gut.
Also vor ungefähr drei Tagen ging ich in die Stadt, um neue Schützer zu kaufen. Im Kaufhaus habe ich direkt welche gefunden. Ich ging zur Kasse und wollte bezahlen, doch plötzlich sprang ein Mann mit Pudelmütze nach vorne und hatte eine Waffe in der Hand und schrie die Verkäuferin an: „Geben Sie mir das Geld!“
Das tat die Verkäuferin auch, aber dann hat er ihr eine gescheuert und sie ist zusammengebrochen. Das wurde mir zu viel und ich sprang nach vorne und trat ihn. Das war ein Fehler. Der Mann hielt mich fest und mein Atem stockte. Er schoss aber nicht auf mich, nicht auf die Verkäuferin, nein, auf die Lampe und sie fiel. Ich war so abgelenkt, dass ich nicht merkte, dass der Typ nach mir griff und mir ein Glasstück über den Kopf zog. Ich war weg. Laute Stimmen, Gestampfe von Füßen und eine Polizei und Rettungswagen-Sirene klingelte in meinem Kopf. Ich machte meine Augen auf und ich war gefesselt! Ja, gefesselt! Meine Füße und meine Hände und neben mir lag ein Pistole, Scherben und Geld. Ich hatte Schmerzen und gab einen leisen Ton von mir und alle - wirklich alle schauten mich an.
Ich war geschockt, ich lag jetzt in einem Krankenhausbett und vor meiner Tür standen Polizisten und bewachten mich. Ihr fragt euch warum? Na gut, also sie glaubten, dass ich es war, denn die Verkäuferin war tot, erschossen. Es ist ein Irrtum, das habe ich schon gesagt und wir wissen es auch, aber die Polizei arbeitet mit Tatsachen und die Tatsache ist: In meiner Hand wurde eine Pistole gefunden und das geklaute Geld lag auch neben mir. Ich haben den Polizisten gesagt, dass ich es nicht war und warum bitte sollte ich mich dann selber ohnmächtig machen, aber auch dazu hatten sie eine Antwort: Ich habe auf die Lampe geschossen und die ist runtergefallen und dabei sind mir Scherben aufs Gesicht und den Kopf gefallen. Findet ihr nicht auch, dass das so eine tolle Ausrede ist? Man, ich fühle mich schrecklich, meine Familie vertraut mir nicht mehr, alle sind sauer, sie glauben der Polizei und das macht mich am wütendsten. Sie glauben der eigenen Tochter nicht.
Mein Problem ist jetzt: Wie soll ich es beweisen und das weiß ich wirklich nicht, denn wir waren allein ganz allein, nur die arme Verkäuferin und ich, sonst keiner. Jetzt muss ich durchhalten und irgendetwas herausfinden, irgendetwas. Vielleicht fällt mir etwas ein, aber ich habe schon so viele Krimis gelesen und nicht ein einziges Mal kam so was vor. Erstmal muss ich eine Woche im Krankenhaus bleiben. Sie wollen mich untersuchen, ich habe nämlich 'ne Gehirnerschütterung, einen Nasenbruch und irgendeine Rückenverletzung. Wie soll es bloß weiter gehen?
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Fortsetzung folgt! Bis dahin würde ich mich aber über eure Kommentare freuen und Formi wie findest du meine Geschichte? :)
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