Vincents Geschichte: Vincent reist in den sonnigen Süden

Aber natürlich endet die Geschichte nicht in Paris!

Am Morgen des 20. Februar 1888 verlässt Vincent seine Pariser Wohnung und reist nach Südfrankreich, in die Stadt Arles. Er will das warme helle Licht spüren und die leuchtenden Farben des Südens malen. Als er in Arles ankommt, schneit es heftig, aber die Knospen der Bäume lassen schon den nahenden Frühling erahnen. Vincent mietet ein kleines Zimmer in einem Restaurant. Er stürzt sich in die Malerarbeit, arbeitet eifrig und rastlos. Theo schreibt er lange Briefe.

 

Vincent malt viele Bilder mit blühenden Mandel- und Obstbäumen, die im Februar, März und April in Südfrankreich blühen.

Blühender Pfirsichbaum, 1888
Blühender Pfirsichbaum, 1888
Am 11. April schreibt Vincent an seinen Bruder:
Lieber Theo,
es ist so gut und nett von dir, dass du mir all die Farben geschickt hast, die ich haben wollte. Ich habe sie gerade erhalten. Ich bin so froh darüber. Heute war ein guter Tag. Heute morgen habe ich an einem Obstgarten mit Pflaumenbäumen gemalt, die in Blüte stehen – plötzlich begann ein enormer Wind zu wehen, so was habe ich bisher nur hier erlebt – und von Zeit zu Zeit kam der Wind wieder. Und dann schien die Sonne und ließ die kleinen weißen Blüten glitzern. Es war so wunderschön!