Heute...

moderner 35mm FotoapparatWas brauchst du, um Fotos zu machen? Klar, eine Kamera! Heute gibt es fast nur noch Digitalkameras. Aber echte Profis benutzen manchmal noch analoge Kameras, in die man einen Film einlegt. Auf diesem Film wird dann das Bild abgelichtet. Später wird der Film in einem Labor entwickelt. Digitalkameras funktionieren anstatt mit einem Film mit lichtempfindlichen Chips, die das Bild in digitaler Form auf einer Speicherkarte ablegen. Von der Digitalkamera kannst du die Bilder dann einfach auf deinen Computer laden. Sie müssen nicht extra entwickelt werden.

Heute ist es für uns selbstverständlich, einfach und schnell Fotos zu machen. Jedes Smartphone kann digitale Bilder schießen. Diese kannst du sofort an Freunde auf der ganzen Welt verschicken, z.B. per E-Mail oder Messenger-App.

Das war nicht immer so einfach. Bis man herausgefunden hat, wie man mit Hilfe von Filmen Fotos speichern und entwickeln kann, sind einige hundert Jahre vergangen.

Damals...

Eigentlich hat alles mit der Camera obscura angefangen. Hättest du gedacht, dass das Prinzip der Fotografie schon vor etwa 2.400 Jahren entdeckt wurde? Später nutzten Künstler die Camera obscura als Hilfe, um naturgetreue Bilder malen zu können.

alter Fotoapparat

  • Im 16. Jahrhundert setzte man Sammellinsen ein, um die Qualität der bis dahin noch unscharfen Bilder zu verbessern.
  • Im 17. Jahrhundert entstanden die ersten tragbaren Kästen als Vorläufer der heutigen Kameras.

Die Erfindung der Fotografie verdanken wir der Arbeit vieler Chemie- und Physikforscher. Einen einzigen Erfinder der Fotografie gibt es daher nicht. Drei wichtige Entdecker auf dem Gebiet der Fotografie waren:

  • der Franzose Nicéphore Niépce (1765 - 1833),
  • der Franzose Jacques Daguerre (1787-1851) und
  • der Engländer William Henry Fox Talbot (1800-1877).

Durch ihre Ideen, Experimente und Entdeckungen (z.B. Silbersalz, eine lichtempfindliche Substanz) ist die Fotografie entstanden.

Meilensteine in der Geschichte der Fotografie

1725: Die ersten Erfindungen in Richtung Fotoentwicklung werden gemacht.

1799: Thomas Wedgwood (1771-1805) kommt der Entdeckung der Fotografie schon sehr nahe, kann das Rätsel aber noch nicht ganz lösen, weil er nicht herausfindet, wie die Fotos dauerhaft festgehalten werden können. Dazu fehlen ihm die richtigen Chemikalien.

1827: Der Franzose Nicéphore Niépce (1765-1833) macht das erste Foto der Welt. Es zeigt die Aussicht aus seinem Arbeitszimmer. Du siehst es unten rechts auf dieser Seite!

1835: Der Engländer William Henry Fox Talbot (1800-1877) entdeckt ein Verfahren zur Herstellung von Negativen und fertigt das erste Negativ an.

1839: Der Franzose Jacques Daguerre (1787-1851) entwickelt ein Verfahren, mit dem Bilder auf Filmen fixiert werden konnten. Frankreich kaufte ihm die Erfindung ab und schenkte sie der Welt am 19. August 1839 offiziell.

1888: Geburtsstunde der ersten Rollfilmkamera (Kodak Nr. 1, George Eastman) und damit der modernen Fotografie. Der erste gerollte Film bestand aus Papier. Im Jahr darauf erfand Eastman einen weichen Kunststoff (Zelluloid).

1933: Der erste Farbdiafilm kommt auf den Markt.

1947: Die erste Kamera mit einem sofortentwickelnden Film ist erfunden.

1996: Die erste Digitalkamera ist entwickelt. Digitalkameras kommen ohne Film aus. Die Fotos werden auf einen Chip gespeichert.

zu sehen ist schemenhaft ein Hinterhof

 

Jetzt weißt du, wie die Fotografie entstanden ist. Das Wort "Fotografie" stammt übrigens aus dem Griechischen und bedeutet "Schreiben mit Licht".

Nach dem Einblick in die Geschichte wird´s jetzt praktisch. Wir verfolgen die Spur der Kameras weiter: Wie eine Kamera funktioniert, erfährst du hier.

 

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